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Heizung

Wie reinigt man eine Heizungsanlage? Bringt die Anlagenreinigung wirklich etwas?

Die Reinigung der Heizungsanlage steigert den Wirkungsgrad der Anlage um 15-25 Prozent, wenn chemische Spülung, Magnetabscheider und Schmutzfänger kombiniert eingesetzt werden.

PMIngenieurteam von Pomeka Mekanik2. September 202625 min Lesezeit
Wie reinigt man eine Heizungsanlage? Bringt die Anlagenreinigung wirklich etwas?

Die Reinigung einer Heizungsanlage umfasst die chemische Spülung, den Einbau eines Schmutzfängers in die Heizungsanlage und den Einsatz eines Magnetabscheiders, um Ablagerungen, Eisenoxidschlamm und Kalkablagerungen aus den Rohren zu entfernen. Fachgerecht ausgeführt, steigt der Heizwirkungsgrad um 15-25 Prozent, die Lebensdauer der Umwälzpumpe verlängert sich und der Brennstoffverbrauch sinkt. Die Antwort auf die Frage, wie die Anlagenreinigung durchgeführt wird, umfasst sowohl chemische als auch mechanische Schritte.

Im Inneren einer Heizungsanlage, die über Jahre in Betrieb ist, bilden sich unsichtbare, aber schädliche Ablagerungen: Eisenoxidschlamm, Kalkablagerungen und Korrosionsprodukte. Diese Ablagerungen verstopfen die Heizkörper, verschleißen die Pumpenlaufräder und erhöhen den Oberflächenwiderstand der Wärmeübertrager. Auf Baustellen in Kadıköy und im gesamten Raum Istanbul zeigt sich häufig dasselbe Bild: Eine in den 2000er-Jahren verlegte und nie gereinigte Anlage kann in einem Heizkörper eine 3-5 mm dicke Schicht aus magnetischem Schlamm enthalten. Seit 2026 lässt sich dieses Problem besser diagnostizieren; die Entfernung von Ablagerungen in der Heizungsanlage gehört inzwischen zur Standard-Wartungsliste der Techniker vor Ort.

In diesem Ratgeber finden Sie:

Was Sie in diesem Ratgeber erwartet

  • Wie Sie anhand messbarer Kriterien erkennen, ob die Anlage tatsächlich verschmutzt ist
  • Das Verfahren der chemischen Spülung: Druck, Chemikalienkonzentration, Temperatur und Dauer
  • Was Flushing ist und in welchen Fällen es zwingend erforderlich wird
  • Mechanische Reinigung: Unterschied zwischen Y-Schmutzfänger für Heizungsanlagen und Magnet-Schlammabscheider
  • Was der Duyar Y-Schmutzfänger Grauguss DN65 mit Flanschanschluss PN16 mit seinen tatsächlichen Werten leistet
  • Dosierung des Schutzmittels und pH-Wert-Einstellung nach der Reinigung
  • Unterschiede im Vorgehen bei der Reinigung von Heizkörpern und Heizkessel
  • Vergleich der Methoden zur Reinigung von Heizungsrohren
  • Die 5 häufigsten Fehler und Checkliste

01Verrät sich eine verschmutzte Anlage? Welche Diagnosekriterien gibt es?

Eine verschmutzte Heizungsanlage zeigt vier messbare Anzeichen. Das erste Anzeichen ist eine ungleichmäßige Erwärmung der Heizkörper: Die Temperaturdifferenz zwischen Heizkörpereintritt und -austritt steigt statt des Auslegungswerts von 10-15 °C auf 25-35 °C. Das zweite Anzeichen ist, dass die Umwälzpumpe für denselben Wärmekomfort mit höherer Drehzahl läuft und der Energieverbrauch steigt. Das dritte Anzeichen ist, dass der Wärmeübertrager von Heizkessel oder Kombitherme häufig verschmutzt und oft ausfällt. Das vierte Anzeichen ist ein leises, aber anhaltendes, kiesartiges Rauschen, das von der Anlage bis in den Heizraum zu hören ist.

Für die Sichtprüfung lassen Sie 2-3 Liter am tiefsten Punkt der Anlage ab. Sauberes Anlagenwasser ist hell bräunlich-gelb und hinterlässt beim Stehenlassen keine Ablagerungen. Verschmutztes Anlagenwasser ist dunkelbraun oder schwarz, am Boden sammelt sich magnetischer Schlamm, und ein Magnet wird deutlich angezogen. Eine 1 mm dicke Kalkschicht auf dem Wärmeübertrager des Kessels oder dem Plattenwärmeübertrager senkt die Wärmeübertragung um etwa 10 Prozent; bei einer 3 mm dicken Schicht steigt dieser Verlust auf 25-30 Prozent. Wenn Sie die Anlage lange nicht gereinigt haben und Ihre Heizkörper weiterhin kalt bleiben, finden Sie in unserem Ratgeber „Heizkörper werden nicht warm“ ähnliche Anzeichen beschrieben. (Details: Heizkörper werden nicht warm: Kann die Umwälzpumpe die Ursache sein?)

Zur indirekten Messung der Verschmutzung des Rohrsystems kann das Differenzdruckverfahren verwendet werden. Überschreitet Delta P, also die Differenz zwischen Pumpenaustritts- und Eintrittsdruck, den Auslegungswert um mehr als 20 Prozent, ist der Widerstand im Rohr gestiegen und es hat damit eine Verstopfung begonnen. Liegt Delta P beispielsweise in einem Kreis mit einem Auslegungswiderstand von 80 mWS über 100 mWS, ist es Zeit für eine Reinigung. Die Frage, wie die Anlagenreinigung durchgeführt wird, geht ab diesem Punkt in praktische Schritte über.

02Was ist Flushing und wann ist es erforderlich?

Flushing ist ein Verfahren, bei dem in einem geschlossenen Heizkreis Reinwasser oder eine chemische Lösung mit hohem Volumenstrom gepumpt wird, um die Rohrinnenflächen und Armaturen mit mechanischer Kraft zu spülen. Wörtlich bedeutet der Begriff schneller Durchgang oder Wasserdurchleitung; im Sprachgebrauch der Installateure wurde er so erweitert, dass er auch die chemische Spülung umfasst.

Die technische Antwort auf die Frage, was Flushing ist, lautet: Es ist der gemeinsame Name für das Rohrreinigungsverfahren, das vor der Inbetriebnahme einer neuen Anlage zwingend durchzuführen ist, und für das Verfahren der chemischen Spülung, das bei einer bestehenden verschmutzten Anlage angewendet wird. Die Norm TS EN 806-3 schreibt vor, dass vor der Inbetriebnahme der Anlage eine Reinigung und Desinfektion durchzuführen ist. Nach dieser Norm müssen die Rohre mit einem Differenzdruck von mindestens 0,5 bar und mit einem Volumenstrom gespült werden, der mindestens einen dreifachen Wasseraustausch gewährleistet.

Ein Hinweis darauf, dass Flushing bei einer bestehenden verschmutzten Anlage zwingend wird, ist Folgendes: Wenn die Zeit, bis zu Beginn der Heizperiode alle Heizkörper warm sind, gegenüber der vorherigen Heizperiode um mehr als 30 Prozent länger geworden ist. Dieselbe Regel gilt zur Saisoneröffnung in Gebäuden, die im Sommer über geschlossen bleiben. Ist das Anlagenwasser schwarz oder dunkelbraun und lassen sich mit dem Magneten Ablagerungen sammeln, ist Flushing keine Maßnahme, die aufgeschoben werden sollte.

03Wie wird die chemische Spülung durchgeführt? Das Protokoll Schritt für Schritt

Bei der chemischen Spülung wird verdünnte Säure oder ein alkalischer Reiniger in den geschlossenen Heizkreis gepumpt, um Ablagerungen und Korrosion an den Rohrinnenflächen aufzulösen. Das Protokoll zur Spülung von Heizungsanlagen verläuft in industriellen Anwendungen zweistufig: In der ersten Stufe wird ein Säurereiniger verwendet, in der zweiten Stufe eine alkalische Neutralisations- und Inhibitorlösung.

In der ersten Stufe, der Säurereinigung, wird die Anlage auf 45-55 °C aufgeheizt und die Pumpe in Betrieb genommen. Die Säurelösung wird in die Anlage dosiert; die Zirkulation wird 4-8 Stunden aufrechterhalten. Während dieser Zeit wird der pH-Wert überwacht. Der pH-Wert, der anfangs bei etwa 3-4 liegt, steigt mit fortschreitender Reaktion auf 5-6. Sobald der pH-Wert 6 überschreitet, wird die Anlage entleert und 2-3 Mal mit Reinwasser gespült. Die Säuredauer darf 8 Stunden nicht überschreiten; ein längerer Säurekontakt greift den Rohrstahl an. Die verwendeten Chemikalien können auf Sulfonsäure- oder Phosphorsäurebasis in einer Konzentration von 5-8 Prozent vorliegen.

In der zweiten Stufe, der Neutralisation und dem Schutz, wird ein Inhibitor für Heizungsanlagen auf Natriummolybdat- oder Benzotriazolbasis in die Anlage dosiert und der pH-Wert auf den Bereich 7,5-9,0 eingestellt. Dieser Bereich ist die Betriebsanforderung der Norm TS EN 12828. In diesem pH-Bereich sinkt die Eisenkorrosion auf ein Minimum. Seit 2026 bieten die am Markt verbreiteten gebrauchsfertigen Anlageninhibitoren integrierte Formeln, die statt eines Flushings nach der Säure direkt in die Anlage gegeben werden; die Dosierung beträgt in der Regel 1 Liter Inhibitorkonzentrat je 100 Liter Anlagenvolumen.

Bei kleinen Wohngebäuden mit einem Anlagenvolumen von 60-100 Litern kann dieser Vorgang in 6-8 Stunden abgeschlossen werden. In Gewerbegebäuden über 1.000 m² erreicht das Anlagenvolumen 2.000-5.000 Liter, und die chemische Spülung wird zu einem Einsatz von 2-3 Tagen. In Anlagen dieser Größenordnung gehören eine mobile Flushing-Pumpe, provisorische Rohranschlüsse und ein digitales pH-Messgerät zur zwingenden Ausrüstung. Bei der Reinigung von Heizungsrohren entscheidet die Wahl der richtigen Ausrüstung sowohl über die Sicherheit als auch über die Effizienz.

04Was ist ein Y-Schmutzfänger für Heizungsanlagen und welche Rolle spielt er bei der Reinigung?

Der Y-Schmutzfänger ist eine Filterarmatur, die in Y-Form in die Rohrleitung eingebaut wird und mithilfe des darin befindlichen Siebs feste Partikel herausfiltert. Während der Anlagenreinigung fängt der Schmutzfänger in der Heizungsanlage die sich lösenden Ablagerungspartikel und Metallflocken auf, die in der Anlage zirkulieren, und verhindert so, dass sie Pumpe und Wärmeübertrager beschädigen.

Der Duyar Y-Schmutzfänger DN65 aus der Produktgruppe Schmutzfänger von Pomeka ist ein Filter mit flanschigem Graugussgehäuse und Druckstufe PN16. Diese Armatur ist zugleich das am häufigsten verwendete Modell mit großem Durchmesser in der Kategorie der Duyar-Schmutzfänger aus Grauguss mit Flanschanschluss. Dieser Schmutzfänger DN65, unter dem Code T108 katalogisiert, hat einen maximalen Betriebsdruck von 16 bar; das in großen Gewerbegebäuden oder Industrieanlagen bevorzugte Graugussgehäuse bietet eine hohe Beständigkeit gegen Säuren und mechanische Stöße. In Gebäuden über 1.000 m² ist in Leitungen ab DN65 ein Schmutzfänger dieser Klasse erforderlich (Details: Schmutzfänger). Empfohlen wird eine Siebmaschenweite von 0,5-1,0 mm; ein feineres Sieb erfordert eine häufigere Reinigung, fängt aber auch kleinere Partikel auf.

Positionieren Sie den Schmutzfänger unmittelbar vor der Umwälzpumpe. Der Pumpeneintritt kann senkrecht oder waagerecht verlaufen; wird der Y-Schmutzfänger so montiert, dass die Siebtasche nach unten zeigt, verlangsamt sich das Zusetzen des Siebs durch angesammelte Ablagerungen. Wie oft das Sieb gereinigt werden muss, hängt von der Verschmutzungsintensität ab: Während des Flushings täglich, im normalen Betrieb genügt eine saisonale Reinigung. Die Heizungskomponenten aus der Produktgruppe von Pomeka finden Sie auf der Produktseite. (Details: Heizung)

Die Marke Duyar ist ein Hersteller, der seit vielen Jahren in der Türkei im Bereich Installationsarmaturen produziert und in der Markenliste von Pomeka Mekanik geführt wird. Die breite Palette der Duyar-Schmutzfänger aus Grauguss mit Durchmessern von DN25 bis DN150 deckt den Bedarf von Anlagen jeder Größenordnung ab. (Details: Was ist ein Schmutzfänger? Wo und warum wird ein Y-Schmutzfänger eingesetzt?)

05Wie unterscheidet sich ein Sediment- und Schmutzabscheider vom Schmutzfänger?

Ein Sediment- und Schmutzabscheider ist ein Gerät, das in Reihe in die Rohrleitung eingebaut wird, eine Magnetanordnung oder einen labyrinthartigen Strömungskanal enthält und nach dem Sedimentationsprinzip sowohl magnetische als auch nicht magnetische Partikel abscheidet. Während der Y-Schmutzfänger mit einem Sieb filtert, senkt der Abscheider die Strömungsgeschwindigkeit, sodass die Partikel durch die Schwerkraft zu Boden sinken und vom Magneten festgehalten werden. Sediment- und Schmutzabscheider in der Produktgruppe von Pomeka decken Rohrdurchmesser von DN25 bis DN100 und den Druckbereich PN10-PN16 ab (Details: https://www.pomeka.com/tortu-pislik-ayirici-separatorler).

Vergleich: Schmutzfänger für die Heizungsanlage oder Magnetabscheider?

  • Filtermechanismus: Der Schmutzfänger arbeitet mit einem Sieb, Maschenweite 0,5-1 mm; der Abscheider fängt durch Sedimentation und magnetisches Festhalten Partikel ab 50 Mikrometer auf
  • Art der aufgefangenen Partikel: Der Schmutzfänger hält mechanischen Abfall, Schaum und Fasern zurück; der Abscheider hält Eisenoxid-Magnetit und nicht magnetische Ablagerungen zurück
  • Druckverlust: Schmutzfänger 0,1-0,3 bar trotz sauberem Sieb; Abscheider 0,05-0,1 bar, die Labyrinthkonstruktion erreicht einen niedrigeren Wert
  • Reinigungsmethode: Beim Schmutzfänger wird das Sieb entnommen und von Hand gespült; beim Abscheider wird über das Entleerungsventil abgelassen und der Magnet gereinigt
  • Anwendung: Der Schmutzfänger dient dem Grobschutz in allen Anlagen; der Abscheider dem Feinschutz, besonders in Anlagen mit Problemen durch magnetischen Schlamm

In der Praxis vor Ort wird die höchste Wirkung mit kombinierten Installationen erzielt, in denen Schmutzfänger und Magnetabscheider nacheinander eingesetzt werden. Die Montage eines Magnetabscheiders in der Heizungsanlage macht die Wirkung der chemischen Reinigung dauerhaft, insbesondere in älteren Stahlrohrnetzen. In Anlagen, in denen nach der chemischen Anlagenreinigung kein Magnetabscheider eingebaut wird, kehren die Ablagerungen innerhalb von 2-3 Heizperioden auf das alte Niveau zurück. Diese kombinierte Installation senkt langfristig die Kosten für die Entfernung von Ablagerungen im Heizsystem, weil die Störungshäufigkeit deutlich abnimmt.

06Wie wird der Wärmeübertrager von Kombitherme und Heizkessel gereinigt?

Die Reinigung des Wärmeübertragers von Kombitherme und Heizkessel ist getrennt von der Spülung der Heizungsanlage zu betrachten. Die Kalkablagerung im Wärmeübertrager hat eine andere chemische Zusammensetzung als der magnetische Schlamm im Rohr; sie besteht überwiegend aus Calciumcarbonat und Magnesiumsalzen. Diese Ablagerung ist eine Verbindung, die beim Erwärmen von hartem Wasser ausfällt und den Wärmedurchgangskoeffizienten erheblich senkt.

Das Standardverfahren zur Reinigung des Wärmeübertragers besteht aus folgenden Schritten. Erster Schritt: Man wartet mindestens 30 Minuten Abkühlzeit der Kombitherme ab. Zweiter Schritt: Der Wärmeübertrager wird ausgebaut und 2-4 Stunden in verdünnter Phosphorsäurelösung in einer Konzentration von 5-10 Prozent belassen. Dritter Schritt: Die Oberfläche wird mit einer weichen Bürste gereinigt und mit reichlich Wasser gespült. Vierter Schritt: Vor der Montage wird die Dichtung des Wärmeübertragers geprüft und bei Beschädigung erneuert. Bei ausgebauten Wärmeübertragern ist auch die Ultraschallreinigung seit 2026 ein verbreitetes Verfahren.

Der erwartete Effizienzgewinn bei der Reinigung des Wärmeübertragers ist folgender: Wird die Kalkablagerung von 1 mm auf null reduziert, verbessert sich der theoretische Wärmedurchgangskoeffizient um etwa 12-15 Prozent. Das bedeutet, dass für denselben Komfort 8-12 Prozent weniger Brennstoff verbrannt wird. Für ein Mehrfamilienhaus mit einem jährlichen Erdgasverbrauch von 2.000 m³ bedeutet diese Einsparung von 8-12 Prozent einen spürbaren Unterschied bei den Kostenpositionen.

07Wie werden Heizkörper gereinigt? Manuelle Spülung oder chemisch?

Die Reinigung von Heizkörpern erfolgt auf zwei Arten: chemische Spülung vor Ort oder Ausbau und Spülung. Bei der chemischen Spülung vor Ort wird die Verbindung jedes Heizkörpers am oberen und unteren Anschluss getrennt; der vom Heizkreis isolierte Heizkörper wird mit einem kompakten Reinigungsgerät gespült, das Druckwasser pumpt. Dieses Verfahren wird bei Komfortanlagen bevorzugt, weil kein Ausbau erforderlich ist.

Die Methode des Ausbaus und der Spülung ist Fällen von starker Verstopfung oder Verformung vorbehalten. Der Heizkörper wird herausgenommen, die Außenfläche mit Druckwasser, der Innenkanal im Waschbecken mit einem chemischen Lösungsmittel gereinigt. Danach erfolgt eine Rückspülung, also Backflushing: Entgegen der normalen Strömungsrichtung des Wassers wird Druckwasser gepumpt, sodass sich lösende Ablagerungsteile hinausgespült werden.

Lassen sich die Heizkörper nicht ausbauen, kann auch eine chemische Anlagenspülung im Betrieb angewendet werden, während sie am Heizkreis angeschlossen bleiben. In diesem Fall wird die nach dem Gesamtvolumen der Anlage berechnete Chemikalie am Speisepunkt des Kessels dosiert und 2-4 Stunden lang bei 60-80 °C umgewälzt. Die Temperaturerhöhung steigert die Lösegeschwindigkeit deutlich; je 10 °C Temperaturanstieg verdoppelt sich die Lösegeschwindigkeit etwa. Der konkreteste Beleg für die Frage, ob die Anlagenreinigung wirklich etwas bringt, ist, dass die Aufheizgeschwindigkeit der Heizkörper nach diesem Vorgang sichtbar zunimmt. (Details: Warum bildet sich in der Heizungsanlage ständig Luft? Ursachen für dauerhafte Luftbildung)

08Wie wird der Inhibitor für die Heizungsanlage nach der Reinigung dosiert?

Die Anlagenreinigung allein reicht nicht aus. Wird die gereinigte Oberfläche ungeschützt gelassen, kehrt die Verschmutzung innerhalb weniger Heizperioden auf dasselbe Niveau zurück. Die Dosierung der Schutzchemikalien, also des Inhibitors für die Heizungsanlage, wird in drei Kategorien behandelt.

Die erste Kategorie, der Inhibitor, sind Chemikalien, die auf Eisen- und Stahloberflächen eine passive Oxidschicht bilden. Inhibitoren auf Natriummolybdat- und Benzotriazolbasis sind am weitesten verbreitet. Dosierung: 0,5-1 Liter Inhibitorkonzentrat je 100 Liter Anlagenvolumen. Der Ziel-pH-Bereich beträgt 7,5-9,0.

Die zweite Kategorie, das Frostschutzmittel, wird in kalten Klimazonen oder in Gebäuden verwendet, die lange Zeit außer Betrieb bleiben. Monoethylenglykol, kurz MEG, ist die häufigste Wahl. Für einen Frostschutz bis minus 15 °C genügt eine Konzentration von 25-30 Prozent, für einen Frostschutz bis minus 25 °C eine Konzentration von 40-45 Prozent. Mit steigendem Glykolanteil nimmt die Viskosität der Flüssigkeit zu, und der Pumpendruck muss entsprechend neu berechnet werden.

Die dritte Kategorie, der Kalk-Dispergator, sind Chemikalien auf Polyphosphonatbasis, die in Regionen mit einer Wasserhärte über 15 °dH die Kalkausfällung verzögern. Für das Leitungswasser in Kadıköy liegt die Härte im Bereich von 15-20 °dH; deshalb sind Anlagen in Istanbul einem Kalkrisiko ausgesetzt. (Details: Was ist eine Wasserenthärtungsanlage? Hilft sie wirklich gegen kalkhaltiges Wasser?)

09Wie wird das Anlagenvolumen berechnet? Schritt für Schritt zur chemischen Dosierung

Um die chemische Dosiermenge zu berechnen, muss das Anlagenvolumen bekannt sein. Das Anlagenvolumen ist die Summe aus dem Wasservolumen von Heizkessel oder Kombitherme, dem Volumen der Rohrleitungen und dem Volumen der Heizkörper.

Die Berechnung des Rohrvolumens erfolgt in folgenden Schritten. Verwendete Formel: V Rohr gleich Pi mal Quadrat des halben Innendurchmessers mal Rohrlänge. Konkretes Beispiel: Kupferrohr mit 3 geteilt durch 4 Zoll, d. h. 19 mm Innendurchmesser und 50 m Länge. Berechnung: 3,14 mal 0,0095 mal 0,0095 mal 50 gleich 0,0142 m³, d. h. 14,2 Liter. Für das Heizkörpervolumen gilt: Ein standardmäßiger Stahl-Plattenheizkörper mit 600 mm Höhe und 11 Gliedern fasst etwa 4-5 Liter Wasser; für eine Wohnung mit 10 Heizkörpern sind das etwa 40-50 Liter. Für eine Wohnung mit fünf Heizkörpern liegt das Heizkörpervolumen bei 20-25 Litern.

Als Faustregel gilt: Für ein Wohngebäude mit 100 m² beträgt das gesamte Anlagenvolumen 60-100 Liter, für ein Gewerbegebäude mit 500 m² 400-800 Liter. Diese Berechnung bestimmt sowohl die chemische Dosiermenge als auch die Kapazität des Ausdehnungsgefäßes. (Details: Berechnung des Ausdehnungsgefäßes)

10Wie oft sollte eine Heizungsanlage gereinigt werden?

Die Reinigungshäufigkeit hängt von der Wasserhärte, dem Zustand des vorhandenen Schutzes und dem Alter der Anlage ab. Als allgemeine Richtlinie gilt: Ältere Anlagen, die ohne Inhibitor betrieben werden, benötigen alle 2-3 Jahre eine gründliche Reinigung, moderne Anlagen, die mit Inhibitor und Abscheider geschützt sind, alle 5-7 Jahre. Die Reinigung des Wärmeübertragers sollte häufiger erfolgen: bei hartem Wasser einmal im Jahr, bei weichem Wasser alle 2-3 Jahre. Wenn der Druck Ihrer Kombitherme häufig abfällt, bedeutet das, dass Wasser in die Anlage gelangt und damit ständig neue Mineralien und neuer Sauerstoff eingetragen werden; das beschleunigt die Ablagerungsbildung. (Details: Wie viel bar Druck muss die Kombitherme haben? Was bedeuten 1 bar, 1.5 bar und 2 bar?)

Eine praktischere Regel: Wenn die Umwälzpumpe für denselben Wärmekomfort mit zunehmend höherer Drehzahl läuft, ist das das deutlichste Signal, dass die Anlagenreinigung durchgeführt werden muss, bevor die Lebensdauer der Pumpe erschöpft ist. Zu diesem Zeitpunkt ist die Reinigung deutlich kostengünstiger als der Kauf einer neuen Pumpe. (Details: Auswahl der Umwälzpumpe)

11Wie wirken sich Wasserqualität und Härte auf die Anlagenreinigung aus?

Die Wasserhärte ist die Hauptquelle der Kalkablagerungen in der Heizungsanlage. Die Maßeinheit der Härte ist der deutsche Härtegrad °dH. In den Großstädten der Türkei schwankt die Härte des Leitungswassers zwischen 10 und 25 °dH. Für die europäische Seite Istanbuls beträgt der typische Wert 12-18 °dH, für die asiatische Seite 15-22 °dH.

Bei Wasser über 15 °dH sammeln sich Kalkablagerungen auf Wärmeübertragerflächen, die bei 60 °C und darüber arbeiten, schnell an. Deshalb benötigen die Wärmeübertrager von Kombithermen und Heizkesseln eine häufigere Reinigung. Um die Härte unter 8 °dH zu senken, können Enthärtungsanlagen mit Ionenaustauscherharz eingesetzt werden. Für kleine Kombithermen gibt es kompakte, harzgefüllte Filter; sie werden am Speisepunkt eingebaut und verhindern Kalkablagerungen. (Details: Wie wählt man eine Wasserenthärtungsanlage für Haus und Betrieb aus? Ratgeber zur Kapazitätsberechnung)

12Was passiert bei der Reinigung mit Ausdehnungsgefäß und Sicherheitsventil?

Während der chemischen Spülung darf das Ausdehnungsgefäß nicht außer Betrieb genommen werden. Flushing-Pumpen können zusätzliches Wasser in die Anlage drücken; das Sicherheitsventil lässt diesen Überdruck ab. Der Einstelldruck des Sicherheitsventils beträgt in der Regel 3 bar; während des Flushings sollte der Anlagendruck unter 2 bar gehalten werden. Andernfalls öffnet das Ventil und die chemische Lösung spritzt heraus.

Die Membran des Ausdehnungsgefäßes sollte vor der Reinigung geprüft werden. Ein Ausdehnungsgefäß mit geplatzter Membran füllt sich innen mit Wasser, und der Vordruck geht verloren. In diesem Fall werden Druckschwankungen während der chemischen Spülung nicht aufgenommen, und die Anlage wird plötzlichen Druckreaktionen ausgesetzt. Der Vordruck sollte mit einem Manometer gemessen werden; der Messwert muss 0,2-0,3 bar über dem statischen Höhendruck liegen. (Details: Was passiert, wenn die Membran des Ausdehnungsgefäßes platzt? Symptome und Lösung)

13Anlagenreinigung oder Heizkörpertausch im Vergleich: Was zuerst?

Bei der Beschwerde, dass Heizkörper nicht warm werden, wird meistens in der falschen Reihenfolge vorgegangen: Zuerst wird der Heizkörper getauscht, dann gereinigt. Die richtige Reihenfolge ist genau umgekehrt. Die Anlagenreinigung sollte zuerst erfolgen, anschließend ist die tatsächliche Heizleistung zu beurteilen, und erst nach dieser Beurteilung ist über den Heizkörpertausch zu entscheiden.

  • Anlagenreinigung zuerst: Die Kostenposition setzt sich aus Chemikalien und Arbeitsleistung zusammen; Wirkung: Die Aufheizgeschwindigkeit der Heizkörper kann sich um 20-40 Prozent verbessern
  • Heizkörpertausch zuerst: Die Kosten für Plattenheizkörper lassen sich niedrig halten, doch in einer verschmutzten Anlage verstopft auch der neue Heizkörper schnell
  • Reinigung plus neue Heizkörper gemeinsam: Die höchsten Kosten, aber die Erwartung von 7-10 Jahren störungsfreiem Betrieb
  • Ergebnis: Ist die Anlage älter als 10 Jahre und wurde nie gereinigt, führen Sie vor dem Heizkörpertausch unbedingt eine chemische Spülung durch

Für eine vergleichende Analyse empfiehlt sich ein systematisches Vorgehen: Bauen Sie an der Umwälzpumpe einen Differenzdruckmesser ein. Erfassen Sie den Wert von Delta P vor der Reinigung; wiederholen Sie nach der Reinigung dieselbe Messung. Ist Delta P um mehr als 20 Prozent gesunken, hat die Anlagenreinigung gewirkt, und ein Heizkörpertausch ist möglicherweise nicht erforderlich. Ist Delta P um weniger als 10 Prozent gesunken, liegt die Verstopfung an einem mechanischen Hindernis, und der Austausch eines Rohrabschnitts kommt in Betracht. (Details: Heizkörper unten kalt, oben warm: Wie kommt es dazu und wie lässt es sich beheben?)

14Warum entsteht magnetischer Schlamm und wie lässt er sich verhindern?

Magnetischer Schlamm ist das Produkt eines Korrosionsprozesses, der durch den Kontakt der Innenflächen von Stahlrohren und Heizkörpern mit Wasser beginnt. In Gegenwart von Sauerstoff bildet Eisen Eisenoxid und Magnetit. Magnetit ist magnetisch; deshalb haftet er am Magneten. Je mehr gelöster Sauerstoff in der Anlage ist, desto schneller verläuft die Korrosion; 1 mg Sauerstoff, der mit jedem Liter Wasser eingetragen wird, entspricht etwa 2-3 mg gebildetem Magnetit.

Es gibt zwei mechanische Wege, die Bildung von magnetischem Schlamm zu verlangsamen: erstens die Anlage als geschlossenen Kreislauf zu halten und die Nachspeisung von Wasser zu minimieren; zweitens einen Magnetabscheider einzubauen, um den gebildeten Schlamm laufend zu entfernen. Der chemische Weg besteht darin, die Korrosionsreaktion durch einen Inhibitor zu verlangsamen. Die gemeinsame Anwendung aller drei Wege ermöglicht ein 3-4-mal längeres Wartungsintervall als die Anwendung nur eines Weges.

Nach dem, was wir auf Baustellen in Kadıköy sehen, läuft eine Anlage, die vor dem Einbau eines Magnetabscheiders jährlich zum Service kam, nach dem Einbau des Abscheiders zwei Jahre störungsfrei. Diese Beobachtung zeigt konkret, dass die mechanische Lösung den Zyklus der chemischen Reinigung verlängert. Bei der Auswahl eines Magnetabscheiders für die Heizungsanlage sind der Rohrdurchmesser des Geräts, die Druckstufe PN und die Menge an Magnetit, die der Magnet aufnehmen kann, maßgeblich; in kleinen Anlagen sind Abscheider DN25-DN32, in großen Gebäuden DN50-DN80 verbreitet. (Details: Was ist ein Abscheider? Unterschiede zwischen Luftabscheider, Schlammabscheider und hydraulischer Weiche)

15Sicherheitsmaßnahmen und persönliche Schutzausrüstung bei der Anlagenreinigung

Bei der chemischen Anlagenreinigung geht die Sicherheit der technischen Effizienz vor. Säurebasierte Reiniger können selbst bei einer Konzentration im Bereich von 5-8 Prozent Haut- und Augenschäden verursachen. Deshalb gehören zur zwingend zu verwendenden persönlichen Schutzausrüstung bei der Anlagenspülung: chemikalienbeständige Nitrilhandschuhe, Schutzbrille oder Gesichtsschutz, eine chemikalienbeständige Schürze und eine dichte Atemschutzmaske.

Auch die Vorbereitung des Arbeitsbereichs ist ein fester Bestandteil der Sicherheit. Der Heizraum oder Installationsraum muss belüftet werden; sammeln sich Säuredämpfe in einem geschlossenen Raum, reizen sie die Atemwege. Der Boden muss mit Kunststoffplane oder dichten Pads abgedeckt werden; versehentlich verschüttete Chemikalien können Bodenbeläge und Abdichtungsmassen an Rohrdurchführungen beschädigen. Die Tür des Heizraums muss von außen zugänglich sein, damit die im Notfall eingreifende Person nicht im Inneren eingeschlossen wird.

Bei der Zubereitung der chemischen Lösung wird die Säure ins Wasser gegeben, niemals das Wasser in die Säure; die umgekehrte Reihenfolge führt zu einer heftigen exothermen Reaktion. Das Mischgefäß muss aus Kunststoff oder Edelstahl sein; ein verzinktes Gefäß wird in Gegenwart von Säure schnell zerstört, und Zinkionen gelangen in die Lösung. Gebrauchsfertige Chemikalien-Sets verringern dieses Risiko erheblich; bei direkter Verwendung nach Herstellerangabe schließen diese Sets das Risiko eines Fehlers bei der Mischungsberechnung aus.

16Erstellen eines Anlagenplans vor der Anlagenreinigung

Der erste Schritt in der Praxis bei der Frage, wie die Anlagenreinigung durchgeführt wird, besteht darin, die Anlage zu Papier zu bringen. Einen Anlagenplan zu erstellen ist zwingend erforderlich, um sowohl die chemische Dosierung richtig zu berechnen als auch zu planen, welche Armatur während der Reinigung geschlossen und welche offen gehalten wird. Im Plan sollten folgende Angaben enthalten sein: Position und Modellangaben von Heizkessel oder Kombitherme, Durchmesser und Längen der Rohrleitungen, Anzahl und Position der Heizkörper, Position von Ausdehnungsgefäß, Schmutzfänger und Abscheider, Nachfüllarmatur, Sicherheitsventil und Entleerungspunkte.

Der Plan sollte auch die Punkte ohne einseitige Strömung zeigen, also Bypass-Leitungen und Zonenventile. In Anlagen mit Zonenventilen ist es erforderlich, jede Zone einzeln zu spülen, um die chemische Konzentration in jedem Bereich wirksam zu halten. Alle Zonen gleichzeitig offen zu lassen erhöht den Gesamtvolumenstrom und verlängert die Zeit der chemischen Auflösung.

Insbesondere bei Gebäuden, die zwischen 1980 und 2000 errichtet wurden, ist ein Anlagenplan meist nicht vorhanden. In diesem Fall kann ein Plan der aktiven Leitungen erstellt werden, indem man eine Wärmebildkamera oder einen Temperaturfühler entlang der Rohrleitung führt. Bei laufender Pumpe sind Punkte der Rohrleitung, an denen Temperatur gemessen wird, aktiv; Punkte, die kalt bleiben, können verstopft oder geschlossen sein. Diese Feststellung zu klären ist von entscheidender Bedeutung, um das Reinigungsprotokoll auf den richtigen Bereich zu lenken.

17Etagen- und wohnungsweise Anlagenreinigung in großen Gebäuden

In mehrgeschossigen Gebäuden wird die Spülung der Heizungsanlage nicht für das gesamte Gebäude auf einmal, sondern etagenweise oder wohnungsweise durchgeführt. Dieses Vorgehen erhöht sowohl die Wirksamkeit der Chemikalien als auch ermöglicht es, dass die Bewohner in den anderen Bereichen während des Vorgangs weiter heizen können.

Das typische Protokoll für große Gebäude lautet wie folgt: Zuerst werden die Hauptleitungen im Kellergeschoss und der Heizraum gespült. Anschließend wird in der Reihenfolge vom unteren zum oberen Geschoss jede Zone einzeln gereinigt. Für jede Zone werden getrennte Entleerungs- und Befüllpunkte verwendet; das verhindert Kreuzkontamination und vereinfacht die pH-Überwachung. Sind alle Zonen abgeschlossen, wird die Hauptleitung erneut gespült und der Inhibitor dosiert.

In großen Gebäuden steigen die Kosten der chemischen Anlagenreinigung im Vergleich zu einer Wohnungsanlage nicht überproportional; maßgeblich ist das gesamte Anlagenvolumen. Bei einem Anlagenvolumen von 5.000 Litern betragen die Inhibitorkosten das 50-Fache einer Anlage mit 100 Litern, doch aufgrund von Skaleneffekten steigen die Kosten für die Miete der Schlüsselausrüstung und für die Arbeitsleistung nicht proportional. Deshalb kann die chemische Reinigung in großen Gebäuden zu niedrigeren Stückkosten durchgeführt werden.

18Inbetriebnahme und erster Betrieb der Anlage nach der Anlagenreinigung

Nach Abschluss der Anlagenreinigung muss vor der Inbetriebnahme der Anlage eine abschließende Checkliste abgearbeitet werden. Diese Liste muss bestätigen, dass alle während der Reinigung gelösten Verbindungen wieder festgezogen wurden, die Entleerungsventile geschlossen sind, die Nachfüllarmatur in Handstellung steht und das Sieb des Schmutzfängers sauber und an seinem Platz ist.

Beim ersten Anfahren wird die Anlage langsam unter Druck gesetzt. Bevor Sie Heizkessel oder Kombitherme in Betrieb nehmen, bringen Sie den Kaltdruck der Anlage auf 1,0-1,5 bar und öffnen Sie alle Entlüftungsventile (Entlüfter) der Heizkörper, damit die Luft entweichen kann. Anschließend betreiben Sie die Anlage 30 Minuten bei 50-60 °C und prüfen erneut auf Luft. Dieser Schritt deckt auch mögliche kleine Leckagen an Verbindungen auf, die sich während der Reinigung gelockert haben.

Entnehmen Sie 24 Stunden nach dem ersten Anfahren erneut eine Probe des Anlagenwassers. Die Farbe sollte zwischen hellgelb und braun liegen und der pH-Wert im Bereich 7,5-9,0. Ist der pH-Wert niedrig, muss Inhibitor zugegeben werden; ist die Farbe weiterhin dunkelbraun, ist die Reinigung nicht abgeschlossen, und es muss ein zweiter Spülzyklus durchgeführt werden. Diese Kontrolle liefert konkrete Daten zur Frage, ob die Anlagenreinigung wirklich etwas bringt.

19Anlagenreinigung und Energieeffizienz: Analyse in Zahlen

Der direkte Beitrag der Anlagenreinigung zur Energieeffizienz kommt über drei Kanäle zustande. Der erste Kanal ist der Wirkungsgrad des Wärmeübertragers: Nach der Entfernung der Kalkablagerungen arbeitet der Heizkessel effizient und erzeugt bei gleichem Energieeinsatz mehr Wärme. Der zweite Kanal ist der Rohrwiderstand: Nach der Entfernung der Ablagerungen vergrößert sich der Rohrinnenquerschnitt, und die Umwälzpumpe liefert bei niedrigerer Drehzahl denselben Volumenstrom; das senkt den Energieverbrauch der Pumpe. Der dritte Kanal ist die Oberflächenwärme der Heizkörper: Heizkörper ohne Ablagerungen erreichen die Auslegungstemperatur schneller und liefern in kurzer Zeit den gewünschten Wärmekomfort, was die Laufzeit des Kessels verkürzt.

Machen wir die Analyse in Zahlen. Bei einem Heizkessel mit 100 kW Auslegungsleistung sinkt die effektive Leistung wegen einer 3 mm dicken Kalkschicht auf 73-75 kW. Für denselben Komfort muss der Kessel deutlich länger laufen. Nach der Reinigung kehrt die Leistung auf 97-99 kW zurück. Dieser Unterschied kann bei einem Gebäude mit einem jährlichen Erdgasverbrauch von 2.000 m³ eine Einsparung von 200-300 m³ auf der Gasrechnung bedeuten.

Von der Umwälzpumpe aus betrachtet erhöht eine Pumpe, die bei 80 mWS Förderhöhe und 3 m³/h Volumenstrom arbeitet, bei gestiegenem Rohrwiderstand ihre Drehzahl, um denselben Volumenstrom zu erreichen. Bei einer modernen drehzahlvariablen Pumpe mit einem EEI-Wert von 0,20 kann diese Drehzahlerhöhung den stündlichen Energieverbrauch um 15-20 W steigern. Bei 16 Stunden Betrieb täglich bedeutet das einen zusätzlichen Verbrauch von 87-116 kWh pro Jahr. Die Anlagenreinigung bringt diesen Verbrauch auf das alte Niveau zurück. (Details: Stromverbrauch der Umwälzpumpe: Wie viel Einsparung bringt der Austausch einer alten Pumpe?)

20Welche Marken sind bei der Anlagenreinigung zu bevorzugen?

Bei der Auswahl des Schmutzfängers gehört Duyar zu den von Pomeka Mekanik geführten Marken und ist ein Hersteller mit weit verbreitetem Service auf dem türkischen Markt. Das Sortiment an Anlagenfiltern und Abscheidern der Marke Caleffi sticht dagegen durch hocheffiziente, kompakte Konstruktionen hervor; es bietet überlegene Leistung beim Abscheiden von Mikropartikeln. Die Produkte beider Marken sind im Durchmesserbereich von DN15 bis DN100 im Lager von Pomeka Mekanik verfügbar.

Bei der Auswahl des Anlageninhibitors stechen die Marken Caleffi und Watts hervor. Die Inhibitorkonzentrate von Caleffi bieten mit integrierten Frostschutz- und Antiscalant-Formeln eine gebrauchsfertige Komplettlösung für Heizungsanlagen. Im Produktprogramm von Watts gibt es automatische Dosiereinheiten für modulare Systeme, bestehend aus separatem Dosierkopf und Chemikalienbehälter. Zusätzlich verhindert der Einsatz automatischer Dosierpumpen in großen Anlagen sowohl Abweichungen der Konzentration als auch verringert er Eingriffe des Bedieners.

Bei der Markenwahl ist als Kriterium zu beachten, dass das Produkt der Norm TS EN 12828 oder EN 14336 entspricht. Diese Normen definieren die chemischen Parameter des Heizkreiswassers und die zulässigen Werkstoffwechselwirkungen für Umwälzsysteme. Normkonforme Inhibitoren sind so formuliert, dass sie mit einem breiten Werkstoffspektrum von polymerbasierten Rohren bis zu Stahlkesseln verträglich sind. Das aktuelle Produktsortiment können Sie auf der Markenseite von Pomeka Mekanik einsehen. (Details: unsere Markenseite)

21Wo verläuft bei der Reinigung der Heizungsanlage die Grenze zwischen Fachbetrieb und Eigenleistung?

Zu klären, welche Schritte der Anlagenreinigung vom Eigentümer und welche von einem professionellen Techniker durchgeführt werden sollten, ist sowohl aus Sicherheitsgründen als auch zur Kostenoptimierung wichtig.

Folgende Schritte kann der Eigentümer sicher selbst durchführen: die Sichtprüfung der Farbe des Anlagenwassers und der Magnettest; das Entlüften der Heizkörper, also das Öffnen und Schließen des Entlüfters; die Reinigung des Siebs des Schmutzfängers (bei kalter und drucklos gemachter Anlage); die Zugabe von gebrauchsfertigem Inhibitorkonzentrat in die Anlage nach Herstellerangabe; die Kontrolle des Anlagendrucks am Manometer und gegebenenfalls das Auffüllen über die Nachfüllarmatur auf 1,0-1,5 bar.

Folgende Schritte sollten einem professionellen Techniker überlassen werden: die säurebasierte chemische Spülung und die pH-Überwachung; die Entleerung der Anlage und die neue Wasserfüllung; der Ausbau und die Reinigung des Wärmeübertragers samt Dichtungstausch; der Einbau von Schmutzfänger oder Abscheider; die Prüfung der Membran des Ausdehnungsgefäßes und die Druckeinstellung; die Verbrennungsanalyse und Einstellung von Heizkessel oder Kombitherme. Diese Schritte bergen bei fehlerhafter Ausführung das Risiko von Anlagenschäden oder von Gefahren für die persönliche Sicherheit.

Die Reinigung der Heizungsanlage verlängert langfristig betrachtet sowohl die technische Lebensdauer der Anlage als auch erhält sie die Komfortqualität. In einer ungereinigten Anlage beginnen Stahlrohre statt nach durchschnittlich 20-25 Jahren bereits nach 12-15 Jahren zu versagen; die Lebensdauer der Heizkörper kann von 30 Jahren auf 15-18 Jahre sinken. Dieser Lebensdauerverlust zeigt sich nicht nur in vorzeitigen Investitionskosten, sondern auch in Leckageschäden, Feuchtigkeit und Gebäudekosten. Eine regelmäßige chemische Anlagenreinigung und Inhibitorwartung alle zwei bis drei Jahre vermeidet diese Kosten. Auch die Wahl des Rohrdurchmessers der Anlage ist ein Faktor, der die Wirksamkeit der Reinigung beeinflusst: In Rohren mit kleinem Durchmesser ist die Strömungsgeschwindigkeit hoch und die Ablagerungsbildung verlangsamt sich, doch überschreitet die Geschwindigkeit 1,5 m/s, entsteht ein Erosionsrisiko. (Details: Wie berechnet man den Durchmesser von Installationsrohren? Ratgeber zu DN15, DN20, DN25, DN32 und DN50)

22Die 5 häufigsten Fehler

Erster Fehler: Die Anlage wird im heißen Zustand entleert. Vor dem Aufbringen der Säurechemikalie wird nicht abgewartet, bis die Anlage abgekühlt ist; auf heißen Metalloberflächen verursacht die hohe Konzentration Korrosion. Die Wartezeit beträgt mindestens 30 Minuten, vorzugsweise 1 Stunde.

Zweiter Fehler: Der Neutralisationsschritt wird übersprungen. Nach der Säurestufe wird die Anlage nicht ausreichend mit Reinwasser gespült und kein alkalischer Inhibitor zugegeben. Säurereste halten den pH-Wert unter 5,5, und innerhalb weniger Monate setzt ernsthafte Korrosion ein. Die pH-Messung ist im Ablauf der Anlagenreinigung der am häufigsten ausgelassene Schritt.

Dritter Fehler: Das Sieb des Schmutzfängers wird nicht gereinigt. Beim Flushing lösen sich Ablagerungsteile und verstopfen das Sieb des Schmutzfängers; da die Umwälzpumpe einen zu geringen Volumenstrom erhält, kann sie die Anlage nicht effizient beheizen. Während der Reinigung muss das Sieb mindestens zweimal kontrolliert und gereinigt werden. In großen Gebäuden ist es der praktischste Weg, den Verschmutzungsgrad zu dokumentieren, das Sieb des Schmutzfängers zu entnehmen und vor Ort zu fotografieren.

Vierter Fehler: Chemikalien werden ohne geschlossenen Kreislauf eingebracht. In älteren Anlagen mit offenem Ausdehnungsgefäß verdunstet die Chemikalie über das Gefäß, und die Konzentration sinkt. Eine chemische Reinigung, die ohne Umbau zu einer geschlossenen Anlage erfolgt, bleibt unvollständig, und der angestrebte pH-Wert wird nie erreicht.

Fünfter Fehler: Der Inhibitor für die Heizungsanlage wird nach der Reinigung vernachlässigt. Die gereinigte Oberfläche ist deutlich reaktiver. Eine ungeschützte Oberfläche kann im Vergleich zu einer geschützten 3-4-mal schneller verschmutzen. Die Anlage darf nicht ohne Inhibitordosierung in Betrieb genommen werden. Um die Dosiermenge und die richtige Wahl des Inhibitors zu bestimmen, müssen Anlagenvolumen und Wasserhärte bekannt sein; ohne diese beiden Angaben ist die Dosierung nur eine fehlerhafte Schätzung.

23Checkliste

  • Wurde der Anlagendruck vor der Reinigung gemessen? Ziel bei kalter Anlage: 1,0-1,5 bar
  • Wurde die Membran des Ausdehnungsgefäßes geprüft?
  • Wurde das Sieb des Schmutzfängers ausgebaut und gereinigt?
  • Funktioniert das Sicherheitsventil? Öffnet es bei 3 bar?
  • Wurde die Anlage vor Beginn des Flushings auf 45-55 °C aufgeheizt?
  • Wurden Säurekonzentration und pH-Wert zu Beginn gemessen?
  • Wurde der pH-Wert während des Flushings überwacht? Wurde nach 4 Stunden erneut gemessen?
  • Wurde die Anlage nach Ende der Säurebehandlung 2-3 Mal mit Reinwasser gespült?
  • Liegt der pH-Wert nach der Neutralisation im Bereich 7,5-9,0?
  • Wurde der Inhibitor für die Heizungsanlage in der richtigen Menge dosiert?
  • Wurde das Sieb des Schmutzfängers nach der Reinigung erneut gereinigt?
  • Wurde der Einbau eines neuen Magnet-Schlammabscheiders eingeplant?
  • Wurden alle Anschlussstellen auf Dichtheit geprüft?
  • Wurden Datum und Chemikalienangaben des Vorgangs im Wartungsbuch festgehalten?

24Häufig gestellte Fragen

Wann wird eine Heizungsanlage gereinigt?
Die Anlagenreinigung erfolgt am besten am Ende der Heizperiode, in den Monaten April bis Mai. In dieser Zeit ist die Anlage kalt und der Druck niedrig, der Arbeitsbereich ist sicher, und bis zum Beginn der Heizperiode bleibt genügend Zeit, damit die Inhibitorchemikalie in die Anlage eindringen kann. In Notfällen kann sie auch während der Heizperiode durchgeführt werden, doch das Abkühlen und Aufheizen der Anlage erhöht die Kostenpositionen.
Wie lange dauert die Anlagenreinigung?
Bei einer Standard-Wohnanlage mit einem Anlagenvolumen von 60-100 Litern dauert die chemische Spülung 6-10 Stunden: Vorbereitung 1-2 Stunden, Säurezirkulation 4-6 Stunden, Spülungen und Inhibitor 1-2 Stunden. In Gewerbegebäuden über 500 m² kann sich derselbe Vorgang auf zwei Tage erstrecken; bei Anlagen mit großem Volumen verlängert sich die Eindringzeit der Chemikalie, und es sind mehr Spülungen erforderlich. Kommen zu dieser Rechnung noch die Reinigung des Schmutzfängers vor der Reinigung und die Inbetriebnahmetests der Anlage nach der Reinigung hinzu, kann der gesamte Einsatz in großen Gebäuden 3 Werktage erreichen.
Welche Chemikalien werden verwendet, und kann man das zu Hause durchführen?
Von einer chemischen Spülung der Heizungsanlage in Eigenregie wird abgeraten. Reiniger auf Sulfonsäure- und Phosphorsäurebasis sind für Haut und Augen gefährlich; bei falsch gemessener Konzentration führen sie zu Rohrkorrosion. Mit Ausnahme begrenzter Maßnahmen wie am kleinen Warmwasserspeicher oder beim Ausbau von Heizkörpern sollte die chemische Anwendung entlang der Anlage von einem Fachteam durchgeführt werden. Die Zugabe von gebrauchsfertigem Inhibitor kann dagegen nach Anleitung sicher vom Eigentümer selbst erfolgen.
Müssen Schmutzfänger und Abscheider gleichzeitig eingebaut werden?
Beide dienen unterschiedlichen Zwecken und ersetzen einander nicht. Der Schmutzfänger in der Heizungsanlage hält grobe Partikel zurück; der Abscheider ist viel wirksamer, um feinen magnetischen Schlamm und feine Ablagerungen aufzufangen. Für optimalen Schutz setzen Sie beide nacheinander ein: den Schmutzfänger vor dem Pumpeneintritt, den Abscheider zwischen Pumpeneintritt oder Kesseleintritt. Diese kombinierte Installation verringert die Störungshäufigkeit im Vergleich zum getrennten Einsatz deutlich.
Bringt die Anlagenreinigung die Heizkörper wirklich zum Heizen?
Ja; die Wirkung hängt jedoch vom Verschmutzungsgrad ab. Bei teilweiser Verstopfung, also wenn sich der Rohrquerschnitt um 20-30 Prozent verengt hat, verkürzt sich die Aufheizzeit um 15-25 Prozent. Bei vollständiger Verstopfung wird der Heizkörper überhaupt nicht warm; nach der Reinigung kehrt der Heizkörper auf normale Temperatur zurück. Die am schnellsten beobachtbare Wirkung zeigt sich an der Oberflächentemperatur der Heizkörper: Vor der Reinigung beträgt der Unterschied zwischen oberem und unterem Teil 20-30 °C, nach der Reinigung sinkt dieser Unterschied auf 8-12 °C. (Details: Was ist das Problem, wenn Heizkörper oben kalt und unten warm sind?)
Ist eine Reinigung zwingend, wenn Wasser in die Anlage nachgefüllt wird?
Jede Wasserzugabe bringt neuen Sauerstoff und Mineralsalze in die Anlage. Eine einmalige Nachfüllung in geringer Menge verursacht kein nennenswertes Problem. Verliert die Anlage jedoch häufig Wasser, weist das auf eine Leckage oder eine Störung des Sicherheitsventils hin; wird weiter Wasser nachgefüllt, ohne das Grundproblem zu beheben, entsteht jedes Mal ein neues Korrosionsrisiko. Beträgt der Wasserverlust pro Saison mehr als 5 Liter, sollte die Anlage untersucht und vor dem Nachfüllen nach der Leckage gesucht werden. (Details: Warum sinkt der Anlagendruck der Kombitherme? 10 Ursachen für ständigen Wasserverlust und ihre Lösung)
Was ist der Unterschied zwischen dem Duyar Schmutzfänger DN65 und einem Schmutzfänger DN25?
Der Unterschied betrifft die Anpassung an den Rohrdurchmesser. Der Schmutzfänger DN25 passt zu Rohrleitungen mit 1 Zoll Durchmesser und hat eine Volumenstromkapazität von etwa 2-5 m³/h. Der Duyar Schmutzfänger der Baureihe PN16 in DN65 passt dagegen zu großen Leitungen mit 2,5 Zoll Durchmesser und wird bis zu einem Volumenstrom von 25-50 m³/h eingesetzt. Eine falsche Wahl des Durchmessers führt entweder zu einem hohen Druckverlust oder zu einer sinkenden Filtergeschwindigkeit und damit zu geringerer Effizienz. Die Auswahl erfolgt nach dem Rohrdurchmesser und dem Auslegungsvolumenstrom der Anlage. Auf der Produktseite lassen sich die Eigenschaften der Modelle DN25, DN32, DN40, DN50 und DN65 nebeneinander vergleichen. (Details: Wie berechnet man den Durchmesser von Installationsrohren? Ratgeber zu DN15, DN20, DN25, DN32 und DN50)
Wie nimmt man Kontakt mit Pomeka auf?
Für Unterstützung bei der Produktauswahl und der technischen Beurteilung zur Reinigung der Heizungsanlage können Sie das Team von Pomeka Mekanik kontaktieren. Unser in Kadıköy ansässiges Team bietet Beratung vor Ort im gesamten Raum Istanbul. Um bei der Auswahl von Schmutzfänger, Magnetabscheider und Inhibitor für die Heizungsanlage das richtige Produkt zu bestimmen, genügt es, uns Ihr Problem und Ihre Anlagendaten mitzuteilen. (Details: unsere Kontaktseite)
Wie wird die Anlagenreinigung für Hausverwaltungen geplant?
In Mehrfamilienhäusern mit Zentralheizung ist die Anlagenreinigung eine gemeinschaftliche Kostenposition und wird per Beschluss des Verwaltungsrats durchgeführt. Für die richtige Planung werden folgende Schritte befolgt. Der erste Schritt besteht darin, das Datum der letzten Reinigung der Anlage und gegebenenfalls frühere Chemikalienprotokolle zu ermitteln. Liegen seit zehn Jahren oder länger keine Aufzeichnungen vor, ist ein umfassendes Flushing erforderlich. Der zweite Schritt besteht darin, das Anlagenvolumen nach der Zahl der Wohneinheiten zu berechnen und die Kosten für Chemikalien und Arbeitsleistung zu budgetieren. Für ein durchschnittliches Mehrfamilienhaus mit 20 Wohnungen steigen diese Kosten um ein Mehrfaches; der genaue Betrag hängt vom Anlagenvolumen und der verwendeten Chemikalie ab. Der dritte Schritt besteht darin, die Bewohner der Etagen mindestens eine Woche vorher zu informieren; da die Heizung am Reinigungstag außer Betrieb ist, kommt der Planung bei kalter Witterung Bedeutung zu.

Ein Problem, das bei Hausverwaltungen häufig auftritt, ist, dass die Reinigung hastig in der Herbstsaison durchgeführt werden soll. Sinkt im Herbst die Außentemperatur, kann es zwingend werden, die chemische Spülung bei laufender Anlage durchzuführen; das erschwert den Vorgang. Der ideale Plan ist, das Protokoll aus Reinigung und Inhibitor Ende des Frühjahrs abzuschließen, sodass die Anlage Anfang Oktober sauber, geschützt und störungsfrei in Betrieb geht. Die Reinigung der Heizungsanlage ist nicht nur eine technische, sondern auch eine Frage der Verwaltungsplanung. Für alle, die mehr über die vergleichende Wartung von Zentralheizungen und individuellen Kombithermen erfahren möchten, steht ein umfassender Ratgeber zur Verfügung. (Details: Wie viel bar Druck muss die Kombitherme haben? Was bedeuten 1 bar, 1.5 bar und 2 bar?)

Es zeigt sich, dass die Reinigung der Heizungsanlage, wenn sie richtig geplant und in regelmäßigen Abständen durchgeführt wird, die Heizkosten senkt, die Lebensdauer der Anlage verlängert und den Wärmekomfort verbessert. Pomeka Mekanik bietet ein umfassendes Produktsortiment und technischen Support für Schmutzfänger, Magnetabscheider, Inhibitorchemikalien und Ausrüstung zur Anlagenspülung. Für Produkte und technische Beratung erreichen Sie uns über die Seite unsere Kontaktseite. (Details: unsere Kontaktseite)

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