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HLK-Technik

Wie wählt man einen Badlüfter aus? Ratgeber für leise und leistungsstarke Abluftventilatoren

Die Auswahl eines Badlüfters erfolgt über das Dreigestirn aus Volumenstrom, Schallpegel und Druck. Messbare Auswahlmethode: m³/h-Berechnung nach Badvolumen, dB(A)-Schwellenwerte und Kanaldurchmesser.

PMIngenieurteam von Pomeka Mekanik1. September 202626 min Lesezeit
Wie wählt man einen Badlüfter aus? Ratgeber für leise und leistungsstarke Abluftventilatoren

Die Auswahl eines Badlüfters erfolgt anhand von drei Werten: dem erforderlichen Volumenstrom, dem akzeptablen Schallpegel und dem aufzubringenden Druck. Den Volumenstrom ermitteln Sie, indem Sie das Badvolumen mit der Luftwechselzahl pro Stunde multiplizieren; in einem fensterlosen Bad liegt das Ziel bei mindestens 8 Luftwechseln pro Stunde. Den Schallpegel im Bereich von 30-45 dB(A) in 1 m Entfernung und den Druck zur Überwindung des Kanalwiderstands in der Größenordnung von 30-90 Pa zu halten, sind die drei Grundvoraussetzungen eines leisen und leistungsstarken Abluftventilators.

Der häufigste Fehler beim Kauf eines Badlüfters besteht darin, nur auf Kanaldurchmesser und Preis zu achten und weder Volumenstrom noch Schallpegel zu berechnen. Zwei Ventilatoren mit hundert Millimetern Durchmesser sehen gleich aus, doch der eine fördert 90 m³/h, der andere 180 m³/h; der eine erreicht 26 dB(A), der andere 42 dB(A). Dieser Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, wie Sie ausgehend vom Volumen Ihres Bades zunächst den richtigen Volumenstrom bestimmen und anschließend den Ventilator auswählen, der diesen Volumenstrom leise und mit ausreichendem Druck bereitstellt. Jeder Abschnitt ist für sich lesbar; Sie können mit der Überschrift beginnen, die Ihrer Frage am nächsten kommt.

In diesem Ratgeber finden Sie:

Was Sie in diesem Ratgeber erwartet

  • Eine Schritt-für-Schritt-Berechnung des erforderlichen Volumenstroms in m³/h aus Badvolumen und Luftwechselzahl
  • Eine Erläuterung, wie viel dB(A) ein leiser Badlüfter haben sollte, einschließlich Entfernung und Umgebungsgeräusch
  • Einen Vergleich des Zusammenhangs zwischen Kanaldurchmesser und Ventilatorvolumenstrom für 100 mm, 120 mm und 150 mm
  • Die Berechnung des Druckverlusts in Pa und den tatsächlichen Einfluss der Kanallänge auf den Ventilatorvolumenstrom
  • Warum die Rückschlagklappe zwingend erforderlich ist und wie die richtige Einbaulage aussieht
  • Für welches Bad Ventilatoren mit Feuchtesensor, mit Nachlaufzeit und mit Bewegungssensor geeignet sind
  • Wie sich die IP-Schutzart in Feuchträumen und das Bereichskonzept für Bäder auf die Auswahl auswirken
  • Bei welcher Installation ein Axialventilator und bei welcher ein Radialventilator erforderlich ist
  • Die 5 häufigsten Fehler, eine Checkliste vor dem Kauf und häufig gestellte Fragen

01Auf welche drei Werte kommt es bei der Auswahl eines Badlüfters an?

Die Auswahl eines Badlüfters ist eine technische Entscheidung anhand von drei sich ergänzenden Kennwerten: Volumenstrom (m³/h), Schallpegel (dB(A)) und statischer Druck (Pa). Der Volumenstrom gibt an, wie viele Kubikmeter Luft der Ventilator pro Stunde nach außen fördern kann; der Schallpegel, welches Geräusch er im Betrieb erzeugt; der statische Druck, wie gut er den Widerstand von Kanal, Bögen und Außengitter überwinden kann. Werden diese drei Werte nicht gemeinsam betrachtet, bleibt ein Ventilator, der auf dem Papier leistungsstark aussieht, in der Praxis sowohl zu schwach als auch zu laut.

Zwischen diesen drei Werten besteht ein Gleichgewicht, und wird einer erhöht, wirkt sich das auf die anderen aus. Betreibt man denselben Ventilator mit höherem Volumenstrom, steigt der Schallpegel; je länger der Kanal wird, desto größer wird der Bedarf an statischem Druck, und der tatsächliche Volumenstrom des Ventilators sinkt. Deshalb lautet die Reihenfolge der Auswahl: Berechnen Sie zuerst den Volumenstrom, den das Bad benötigt, aus dem Volumen, bestimmen Sie dann den Druck, den das Kanalsystem vorgibt, und wählen Sie zuletzt den Ventilator, der diese beiden Bedingungen beim gewünschten Schallpegel erfüllt.

Der Kanaldurchmesser ist eine vierte Bestimmungsgröße und beeinflusst alle drei Werte. Bei Badlüftern sind 100 mm, 120 mm und 150 mm gängige Durchmesser; der Standard-Wanddurchbruch im Wohnbereich beträgt meist 100 mm. Ein hoher Volumenstrom bei kleinem Durchmesser bedeutet erzwungene Luftströmung, und mit der Luftgeschwindigkeit steigt auch das Geräusch. Durchmesser- und Volumenstromoptionen finden Sie, wenn Sie sich unsere Produktgruppe Lüftungsgeräte ansehen. (Details: Lüftungsprodukte)

Zur Auswahl gehört auch, zu lesen, wie diese drei Werte im Katalog angegeben sind. Ein zuverlässiger Hersteller veröffentlicht den Volumenstrom sowohl im freien Ausblasen als auch bei bestimmten Drücken, den Schallpegel für eine bestimmte Entfernung und möglichst zusammen mit der Druck-Volumenstrom-Kennlinie. Ein Katalog, der nur einen einzigen maximalen Volumenstrom und einen einzigen minimalen Schallwert nennt, zeigt günstigstenfalls Werte, die unter den vorteilhaftesten Bedingungen gemessen wurden, und führt in der realen Installation in die Irre. Vergewissern Sie sich daher beim Vergleich zweier Ventilatoren zuerst, dass die Messbedingungen identisch sind; zwei dB(A)-Werte, die in unterschiedlichen Entfernungen gemessen wurden, lassen sich nicht direkt vergleichen.

Der Energieverbrauch ist ein verstecktes viertes Kriterium. Badlüfter sind Geräte mit geringer Leistung; ein Ventilator für Wohngebäude nimmt typischerweise 5-25 W auf. In einem fensterlosen Bad kann ein dauerhaft laufender Ventilator jedoch mehr als 5.000 Stunden pro Jahr in Betrieb sein, was bei einem 15-W-Ventilator einen Verbrauch von ca. 75 kWh/Jahr bedeutet. Deshalb sind bei einem Ventilator im Dauerbetrieb eine geringe Leistungsaufnahme und der zweistufige Betrieb eine praktische Wahl, die sowohl den Schallpegel als auch den Jahresverbrauch senkt.

02Wie viele m³/h sollte ein Badlüfter leisten? Berechnung aus Volumen und Luftwechsel

Der Volumenstrom eines Badlüfters ergibt sich aus dem Produkt von Badvolumen und Luftwechselzahl pro Stunde und wird in m³/h angegeben. Die Formel lautet: erforderlicher Volumenstrom (m³/h) gleich Badvolumen (m³) mal Luftwechselzahl (1/h). In Wohnbädern liegt die Ziel-Luftwechselzahl zwischen 6 und 10; in fensterlosen innenliegenden Bädern und Toiletten beträgt die Untergrenze 8. In stark feuchten Bädern mit Duschnutzung werden auch 10-15 Luftwechsel pro Stunde gewählt.

Um das Volumen zu ermitteln, multiplizieren Sie die Grundfläche des Bades mit der Raumhöhe. Beispiel: Ein Bad mit einer Grundfläche von 2,0 m mal 1,8 m und einer Höhe von 2,6 m hat ein Volumen von 2,0 mal 1,8 mal 2,6 gleich 9,36 m³. Bei einem Ziel von 8 Luftwechseln pro Stunde ergibt sich in diesem Bad ein erforderlicher Volumenstrom von 9,36 mal 8 gleich ca. 75 m³/h. Wird dasselbe Bad intensiv geduscht und werden 10 Luftwechsel pro Stunde gewählt, steigt der Bedarf auf 9,36 mal 10 gleich ca. 94 m³/h.

Für eine kleine Toilette fällt die Rechnung deutlich niedriger aus. Eine Toilette mit einer Grundfläche von 1,2 m mal 1,0 m und einer Höhe von 2,5 m hat ein Volumen von 3,0 m³; bei 8 Luftwechseln pro Stunde beträgt der Bedarf nur 24 m³/h. Deshalb kann derselbe 100-mm-Ventilator in der Toilette mehr als ausreichen, in einem großen Elternbad dagegen zu schwach sein. Die Auswahl ohne Berechnung des Volumenstroms aus dem Volumen ist der am häufigsten anzutreffende Dimensionierungsfehler.

Sie können auch den Personenansatz als Plausibilitätsprüfung nutzen. Für die Toilette liegt der empfohlene Bereich bei ca. 25-30 m³/h, für das Bad in der Größenordnung von 50-90 m³/h. Stimmen die Volumenberechnung und der Personenansatz nicht überein, wählen Sie den größeren Wert; einen etwas größeren Ventilator auf niedriger Stufe zu betreiben, ist sowohl leiser als auch langlebiger, als einen kleineren dauerhaft mit voller Leistung laufen zu lassen. Die ausführliche Berechnung zur Frage, wie viele m³/h ein Badlüfter leisten sollte, finden Sie in unserem Ratgeber. (Details: Wie viel m³/h braucht ein Badlüfter? Ventilatorberechnung nach Badgröße)

03Wie viel dB sollte ein leiser Badlüfter haben?

Ein leiser Badlüfter ist ein Ventilator, der in 1 m Entfernung gemessen einen Schallpegel von ca. 30 dB(A) oder darunter erzeugt. Für Wohnbäder liegt der praxistaugliche Bereich bei 30-45 dB(A): 30 dB(A) entsprechen einer stillen Bibliothek, 40 dB(A) einer leisen Unterhaltung, und 45 dB(A) ist der Pegel, der im Dauerbetrieb zu stören beginnt. In einem Bad neben dem Schlafzimmer sollte das Ziel unter 30 dB(A) liegen, bei allgemeiner Nutzung unter 35 dB(A).

Das Dezibel ist eine logarithmische Skala, und für das Ablesen gelten zwei Regeln. Erstens bedeutet eine Zunahme um 3 dB eine Verdopplung der Schallleistung, eine Zunahme um 10 dB dagegen ein etwa doppelt so lautes Hörempfinden. Zweitens nimmt der Schalldruck mit der Entfernung ab; verdoppelt sich der Abstand von der Quelle, sinkt der Pegel im freien Schallfeld um etwa 6 dB. Deshalb muss unbedingt gelesen werden, in welcher Entfernung der im Katalog angegebene dB(A)-Wert gemessen wurde; die meisten Hersteller verwenden eine Entfernung von 1 m oder 3 m.

Die eigentliche Geräuschquelle ist meistens nicht der Ventilator selbst, sondern die Luftgeschwindigkeit. Wird durch einen Kanal mit kleinem Durchmesser ein hoher Volumenstrom erzwungen, steigt die Luftgeschwindigkeit, und das Strömungsgeräusch nimmt zu. In einem 100-mm-Kanal beträgt die Luftgeschwindigkeit bei 100 m³/h etwa 3,5 m/s und gilt als leise; wird durch denselben Kanal 180 m³/h gezwungen, steigt die Geschwindigkeit auf 6,4 m/s, und es ist ein deutliches Brummen zu hören. Die erste Voraussetzung für Ruhe ist daher, den Ventilator nicht mit einem höheren Volumenstrom als nötig zu betreiben.

Der zweite Faktor, der die Laufruhe bestimmt, ist der Ventilatortyp. Direkt an der Wand montierte Axialventilatoren sind wirtschaftlich, aber lauter; im Kanal oder im Dachraum verborgene Radial- und Diagonalventilatoren bleiben leise, weil sie die Schallquelle aus dem Aufenthaltsbereich entfernen. Einen ausführlichen Vergleich zur Frage, welcher Badlüfter leise ist und wo die dB-Schwelle liegt, finden Sie in unserem entsprechenden Ratgeber. (Details: Welcher Badlüfter ist leise? Wie viel dB sollte der Schallpegel betragen?)

04Warum ist der statische Druck wichtig? Einfluss der Kanallänge auf den Volumenstrom

Der statische Druck ist die Leistung, die ein Badlüfter aufbringen muss, um den Widerstand von Kanal, Bögen und Außengitter zu überwinden, und er wird in Pascal (Pa) gemessen. Der in Katalogen angegebene Volumenstrom wird meistens bei null Druck gemessen, also im freien Ausblasen; in der realen Installation ist der Ventilator jedoch an einen Kanal angeschlossen, und dieser Kanal erzeugt Widerstand. Mit steigendem Widerstand sinkt der tatsächliche Volumenstrom des Ventilators. Dieser Zusammenhang wird durch die Druck-Volumenstrom-Kennlinie des Ventilators beschrieben.

Ein kurzer und direkter Kanal hat einen geringen Widerstand. Der Druckverlust eines 0,5 m langen Kanals, der direkt durch die Wand nach außen bläst, liegt in der Größenordnung von etwa 10-20 Pa. Dagegen kann der Druckverlust eines Kanals, der 4-5 m durch den Dachraum verläuft, zwei bis drei Bögen enthält und mit einem Außengitter endet, 60-90 Pa erreichen. Ein Axialventilator, der im freien Ausblasen 100 m³/h liefert, kann bei 80 Pa Widerstand bis auf 55-60 m³/h abfallen. Wird dieser Abfall nicht berücksichtigt, wird das Bad nicht ausreichend gelüftet.

Die Bestandteile des Druckverlusts können Sie grob berechnen. Im geraden Kanal entstehen etwa 2-4 Pa pro Meter, an jedem 90-Grad-Bogen etwa 10-15 Pa und am Außenwandgitter 15-25 Pa Widerstand. Beispiel: 3 m gerader Kanal (ca. 10 Pa), zwei Bögen (ca. 25 Pa) und ein Gitter (ca. 20 Pa) ergeben zusammen ca. 55 Pa. Anhand der Druck-Volumenstrom-Kennlinie müssen Sie ablesen, ob der Ventilator bei 55 Pa den für dieses Bad erforderlichen Volumenstrom noch erbringt.

Die Regel lautet: Ist der Kanal lang, hat er Bögen oder führt er über das Dach, wählen Sie statt eines Axialventilators einen Radial- oder Diagonalventilator. Axialventilatoren liefern bei niedrigem Druck einen hohen Volumenstrom, doch ihr Volumenstrom bricht mit steigendem Druck rasch ein; Radialventilatoren behalten ihren Volumenstrom auch bei hohem Druck weitgehend bei. Sie können sich Kanalventilatoren ansehen, die für lange Kanäle ausgelegt sind. (Details: Axialventilatoren)

05Wie wählt man den Kanaldurchmesser aus? Vergleich von 100 mm, 120 mm und 150 mm

Der Kanaldurchmesser ist das Rohrmaß, das so groß gewählt wird, dass es den Volumenstrom des Ventilators bei akzeptabler Luftgeschwindigkeit führen kann. Bei Badlüftern sind die Standarddurchmesser 100 mm, 120 mm und 150 mm. Der richtige Durchmesser ist derjenige, der die Luftgeschwindigkeit im Bereich von etwa 3-5 m/s hält; unterhalb dieses Bereichs ist das Geräusch gering, oberhalb wird das Strömungsgeräusch deutlich. Mit wachsendem Durchmesser wird derselbe Volumenstrom leiser transportiert, doch Wanddurchbruch und Montagekosten steigen.

  • 100 mm Durchmesser — Querschnittsfläche ca. 0,00785 m²; bei 5 m/s werden ca. 140 m³/h gefördert. Standardwahl für einzelne Toiletten und kleine Bäder; Wanddurchbrüche in Wohngebäuden haben meist diesen Durchmesser
  • 120 mm Durchmesser — Querschnittsfläche ca. 0,0113 m²; bei 5 m/s werden ca. 200 m³/h gefördert. Für mittelgroße Bäder und Bäder mit Duschnutzung ist die Geräuschreserve höher
  • 150 mm Durchmesser — Querschnittsfläche ca. 0,0177 m²; bei 5 m/s werden ca. 315 m³/h gefördert. Geeignet für große Elternbäder, lange Kanäle und gemeinsame Lüftungsschächte
  • Regel zur Luftgeschwindigkeit — In Wohnungskanälen gilt als Ziel 3-5 m/s; wird 6 m/s überschritten, ist das Strömungsgeräusch hörbar, bei unter 2 m/s ist der Kanal zu groß gewählt
  • Verbot der Durchmesserverringerung — Hat der Ventilatorausgang 120 mm, erhöht eine Verengung des Kanals auf 100 mm Druck und Geräusch; der Kanal muss mindestens so groß sein wie der Ausgangsdurchmesser des Ventilators

Die Luftgeschwindigkeit aus dem Durchmesser zu berechnen, gelingt mit einer einzigen Formel: Geschwindigkeit (m/s) gleich Volumenstrom (m³/s) geteilt durch Querschnittsfläche (m²). Um den Volumenstrom von m³/h in m³/s umzurechnen, teilen Sie durch 3600. Beispiel: Die Geschwindigkeit bei 90 m³/h in einem 100-mm-Kanal ergibt sich zu 90 geteilt durch 3600 gleich 0,025 m³/s; teilt man dies durch 0,00785 m², erhält man 3,2 m/s. Dieser Wert liegt innerhalb des Bereichs von 3-5 m/s und gilt als leise.

Versuchen Sie, denselben Volumenstrom von 90 m³/h durch einen kleineren 80-mm-Kanal zu führen, übersteigt die Geschwindigkeit 5 m/s, und das Strömungsgeräusch setzt ein. Deshalb ist die Regel bei der Wahl des Durchmessers eindeutig: Bestimmen Sie zuerst den Volumenstrom und wählen Sie dann den kleinsten Standarddurchmesser, der diesen Volumenstrom bei 3-5 m/s führt. Einen Kanal zu verwenden, der enger ist als der Ausgangsdurchmesser des Ventilators, ist der häufigste Montagefehler, der sowohl Geräusch als auch Druckverlust erhöht.

06Warum ist die Rückschlagklappe erforderlich und wie wird sie montiert?

Die Rückschlagklappe ist eine Einwegklappe, die verhindert, dass bei stillstehendem Ventilator Luft, Gerüche und Insekten von außen nach innen gelangen. Bei laufendem Ventilator öffnet sie sich durch den Luftdruck, im Stillstand schließt sie sich durch ihr Eigengewicht oder per Feder. In Mehrfamilienhausbädern, die an einen gemeinsamen Lüftungsschacht angeschlossen sind, ist dieses Bauteil zwingend; ein Ventilator ohne Klappe führt dazu, dass sich das Bad mit den Gerüchen benachbarter Wohnungen und mit kalter Außenluft füllt.

Es gibt zwei Typen von Rückschlagklappen. Schwerkraftklappen, die durch die Schwerkraft arbeiten, sind einfach und günstig, schließen bei waagerechter Montage aber nicht vollständig; deshalb sollten sie in senkrechten Kanälen eingesetzt werden. Federbelastete Klappen schließen in jeder Einbaulage und sind gegen Gegendruck sicherer, doch zu ihrem Öffnen muss der Ventilator einen etwas höheren Druck erzeugen. Dieser zusätzliche Widerstand muss mit etwa 10-20 Pa in die Druckberechnung einfließen.

Die Einbaulage ist entscheidend. Die Klappe wird so eingebaut, dass ihr Pfeil in die Luftströmungsrichtung zeigt; eine falsch herum eingebaute Klappe behindert die Luft und erzeugt durch ständiges Flattern ein Klappergeräusch. Bevorzugt wird die Klappe an der Stelle eingesetzt, die dem Ventilatorausgang am nächsten liegt, am Beginn des Kanals. Bei Ventilatoren mit Wanddurchbruch ist die Klappe meist in den Ausblasstutzen des Ventilators integriert; bei Kanalinstallationen wird ein separates Klappenmodul ergänzt.

Die Wahl der Klappe wirkt sich auch auf das Geräusch aus. Wird die Federspannung bei federbelasteten Klappen nicht richtig eingestellt, ist bei jedem Abschalten des Ventilators ein deutliches ‚Tak‘ zu hören; dies ist ein mechanisches Geräusch, ähnlich einem Wasserschlag, und wird durch die Wahl sanft schließender Typen vermieden. Wie wichtig die richtige Kombination aus Ventilator und Klappe zur Vermeidung von Schimmel und Feuchtigkeit im Bad ist, ist ein eigenes Thema. (Details: Wie vermeidet man Schimmel und Feuchtigkeit im Bad? Der richtige Lüftungsventilator)

07Badlüfter mit Feuchtesensor oder mit Nachlaufzeit wählen?

Ein Badlüfter mit Feuchtesensor ist ein Ventilator, der die relative Luftfeuchtigkeit der Umgebung misst und sich automatisch zuschaltet, wenn ein festgelegter Schwellenwert überschritten wird. Der typische Schwellenwert liegt bei 60-70 % relativer Luftfeuchtigkeit; übersteigt die Feuchtigkeit beim Duschen diesen Wert, läuft der Ventilator von selbst an und schaltet ab, wenn die Feuchtigkeit sinkt. Dies ist die Regelungsart, die ausgleicht, dass Nutzer vergessen, den Ventilator einzuschalten, und die Schimmelbildung am wirksamsten verhindert.

Ein Ventilator mit Nachlaufzeit (Timer) arbeitet dagegen zusammen mit dem Lichtschalter und läuft nach dem Ausschalten des Lichts für die eingestellte Dauer weiter. Die typische Nachlaufzeit lässt sich zwischen 2 und 20 Minuten einstellen. Dieser Typ genügt für Bäder mit regelmäßigen Nutzungsgewohnheiten und ist wirtschaftlicher als das Modell mit Feuchtesensor. Da er jedoch keinen Sensor hat, läuft er nicht, bis die Feuchtigkeit tatsächlich gesunken ist, sondern nur für die eingestellte Zeit.

Ventilatoren mit Bewegungssensor (PIR) erkennen eine Person, die das Bad betritt, laufen dann an und schalten einige Zeit nach dem Verlassen ab. Dieser Typ eignet sich für kurzzeitig genutzte Räume wie Toiletten und Gästebäder; bleibt bei langem Duschen die Person jedoch regungslos, kann der Sensor den Stromkreis abschalten, weshalb in Bädern mit intensiver Duschnutzung der Einsatz zusammen mit einem Feuchtesensor empfohlen wird.

Die Auswahlregel ist eindeutig: In Bädern mit Duschnutzung und hohem Schimmelrisiko wählen Sie einen Ventilator mit Feuchtesensor; in regelmäßig und kurz genutzten Bädern genügt ein Ventilator mit Nachlaufzeit; in Gäste-WCs ist ein Ventilator mit Bewegungssensor praktisch. Ist das Budget begrenzt, hat der Feuchtesensor Vorrang, da die Beseitigung von Schimmel- und Feuchteschäden um ein Vielfaches teurer ist als der Preisunterschied beim Ventilator. Ob ein Badlüfter mit Feuchtesensor wirklich erforderlich ist, haben wir ausführlich behandelt. (Details: Was ist ein Badlüfter mit Feuchtesensor? Ist er wirklich erforderlich?)

08Was sind die IP-Schutzart und das Bereichskonzept für Bäder in Feuchträumen?

Die IP-Schutzart ist ein zweistelliger Code, der den Schutz eines elektrischen Geräts gegen das Eindringen von Festkörpern und Wasser angibt; in Feuchträumen wie dem Bad wird die IP-Schutzart des Ventilators nach der Einbauposition gewählt. Die erste Ziffer bezeichnet den Schutz gegen Festkörper, die zweite den Schutz gegen Wasser. Bei Badlüftern sind gängige Werte IP44 (geschützt gegen Spritzwasser aus allen Richtungen) und IPX4; bei Montage nahe über der Dusche wird IPX5 bevorzugt.

Bäder werden hinsichtlich der elektrischen Sicherheit in Bereiche unterteilt, und jeder Bereich erfordert eine andere IP-Schutzart. Bereich 0 ist das Innere der Badewanne oder Duschwanne; Bereich 1 ist der Raum unmittelbar darüber bis zu einer Höhe von etwa 2,25 m; Bereich 2 ist der Streifen in 0,6 m waagerechtem Abstand vom Duschrand. Der Ventilator wird meist an der Decke, außerhalb des Duschbereichs oder an der Grenze zu Bereich 2 montiert, und an dieser Position wird mindestens IP44 verlangt.

Muss ein Ventilator in Bereich 1 montiert werden, zum Beispiel unmittelbar über der Dusche, werden mindestens IPX4, eine Versorgung mit Schutzkleinspannung (SELV, 12 V) und ein geeigneter Fehlerstromschutz verlangt. An Positionen, die direktem Strahlwasser ausgesetzt sein können, ist IPX5 erforderlich. Diese Werte stehen deutlich auf dem Typenschild des Produkts; verwenden Sie einen Ventilator, auf dessen Typenschild keine IP-Schutzart angegeben ist, nicht in einem Feuchtraum.

Die IP-Schutzart ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch der Lebensdauer. Die hohe Feuchtigkeit der Badluft beschädigt bei einem unzureichend geschützten Ventilator mit der Zeit die Motorwicklung und die Elektronikplatine. Die richtige IP-Schutzart ist der entscheidende Faktor dafür, dass ein ständig Dampf ausgesetzter Badlüfter seine Nutzungsdauer von 5-10 Jahren erreicht. Für Lüftungskomponenten und Ventilatoroptionen können Sie sich unsere Produktgruppe ansehen. (Details: Lüftung)

09Axialventilator oder Radialventilator? Was eignet sich für das Bad?

Ein Axialventilator ist ein Ventilator, der die Luft in Richtung der Propellerachse schiebt und bei niedrigem Druck einen hohen Volumenstrom liefert; ein Radialventilator dagegen schleudert die Luft radial nach außen und erzeugt hohen Druck. Für das Bad hängt die Wahl von Kanallänge und Druckbedarf ab: Bei kurzem, direktem Kanal ist ein Axialventilator ausreichend und wirtschaftlich, bei langem oder bogenreichem Kanal ist ein Radialventilator erforderlich.

  • Axialventilator — Liefert bei niedrigem Druck (0-30 Pa) einen hohen Volumenstrom; ideal für einen kurzen, direkten Wanddurchbruch; wirtschaftlich; sein Volumenstrom sinkt mit steigendem Druck rasch
  • Radialventilator — Behält seinen Volumenstrom bei hohem Druck (30-150 Pa) weitgehend bei; geeignet für lange und bogenreiche Kanäle und Dachaustritt; leiser, aber teurer
  • Diagonalventilator — Bietet einen Ausgleich zwischen Axial- und Radialventilator; liefert für Kanäle mittlerer Länge Laufruhe und Druck zugleich
  • Kanalventilator — Wird im Dachraum verborgen und verlagert die Schallquelle aus dem Bad; kann mehrere Bäder mit einem einzigen Ventilator lüften
  • Auswahlschwelle — Liegt der Kanaldruckverlust unter 30 Pa, wählen Sie einen Axialventilator, bei 30-80 Pa einen Diagonalventilator, bei über 80 Pa einen Radialventilator

Die Druck-Volumenstrom-Kennlinie macht diese Entscheidung greifbar. Fällt ein Axialventilator, der im freien Ausblasen 120 m³/h liefert, bei 50 Pa Widerstand auf etwa 70 m³/h, kann ein Radialventilator mit demselben freien Volumenstrom bei 50 Pa noch 105-110 m³/h liefern. Deshalb führen bei einer Installation mit langem Kanal zwei Ventilatoren, die auf dem Papier gleichwertig aussehen, im realen Betrieb zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen.

Kanalventilatoren und verdeckte Montagelösungen bieten sowohl Laufruhe als auch Flexibilität. Ein im Dachraum platzierter Kanalventilator kann mit einer einzigen Einheit mehrere Feuchträume lüften, und da der Schall vom Bad entfernt bleibt, steigt der Komfort. Die Unterschiede in der Anwendung von Axial- und Radialventilatoren in Lüftungsanlagen haben wir ausführlich verglichen. (Details: Axialventilator oder Radialventilator? Welcher wird in Lüftungsanlagen eingesetzt?)

10Wie lüftet man ein fensterloses Bad?

Die Lüftung eines fensterlosen Bades ist zwangsläufig mechanisch, da es keine Möglichkeit zur natürlichen Lüftung gibt und die Feuchtigkeit nur mit dem Ventilator nach außen abgeführt werden kann. In solchen Bädern ist der Ventilator kein Komfort, sondern eine Notwendigkeit, die Schimmel und bauliche Feuchteschäden verhindert. Das Luftwechselziel beträgt im fensterlosen Bad mindestens 8, bei intensiver Duschnutzung 10-15 Luftwechsel pro Stunde, und es wird empfohlen, den Ventilator im Dauerbetrieb oder mit Feuchtesensor zu betreiben.

Auch die Zufuhr von Außenluft muss im fensterlosen Bad eingeplant werden. Strömt keine Luft nach, während der Ventilator Luft nach außen fördert, entsteht im Bad ein Unterdruck, und der Ventilator wird beansprucht; das senkt den Volumenstrom und erhöht das Geräusch. Die Lösung besteht darin, unter der Tür einen Spalt von etwa 1-2 cm zu lassen oder ein Lüftungsgitter in die Tür einzusetzen. Dieser Spalt sorgt dafür, dass ebenso viel Außenluft aus dem benachbarten Raum nachströmt, wie abgeführt wird.

Dauerhafter Betrieb mit niedrigem Volumenstrom ist im fensterlosen Bad eine wirksame Methode, Schimmel vorzubeugen. Läuft der Ventilator den größten Teil des Tages leise auf niedriger Stufe, verhindert dies die Ansammlung von Feuchtigkeit von vornherein; beim Duschen schaltet sich der Feuchtesensor zu und erhöht den Volumenstrom. Diese zweistufige Logik hält sowohl den Energieverbrauch niedrig als auch die Umgebung dauerhaft trocken.

In fensterlosen Bädern, die an den gemeinsamen Lüftungsschacht eines Mehrfamilienhauses angeschlossen sind, muss unbedingt eine Rückschlagklappe vorhanden sein; andernfalls kehren die Gerüche der Nachbarn über den Schacht zurück. Außerdem muss der Gesamtvolumenstrom des Schachts so ausgelegt sein, dass er die Ventilatoren aller Wohnungen aufnehmen kann. Zum ganzheitlichen Ansatz zur Vermeidung von Schimmel und Feuchtigkeit finden Sie Informationen in dem Ratgeber, in dem wir die richtige Ventilatorauswahl und Kanalführung behandeln. (Details: Wie vermeidet man Schimmel und Feuchtigkeit im Bad? Der richtige Lüftungsventilator)

11Was erleichtern Marken wie S&P bei der Auswahl eines Badlüfters?

Soler & Palau (S&P) ist ein Hersteller, der ein breites Produktspektrum an Ventilatoren für Bad- und Wohnraumlüftung anbietet und Volumenstrom, Schallpegel und Druck mit seinen Druck-Volumenstrom-Kennlinien transparent veröffentlicht. S&P, eine der Marken im Programm von Pomeka Mekanik, bietet eine große Auswahl, von Axial-Badlüftern für Wohngebäude bis zu Radialmodellen für Kanaleinbau; das erleichtert es, je nach Volumen und Kanalbedingung das richtige Modell auszuwählen.

Ob eine Marke bei der Auswahl hilft, hängt davon ab, ob sie alle drei Werte im Katalog klar angibt. Bei welchem Druck der Volumenstrom gemessen wurde, in welcher Entfernung der Schallpegel erfasst wurde und ob die Druck-Volumenstrom-Kennlinie angegeben ist, macht einen vergleichbaren Katalog aus. Fehlen diese Angaben, lassen sich zwei Ventilatoren nicht objektiv vergleichen; deshalb ist bei der Markenwahl die Transparenz der veröffentlichten technischen Daten aussagekräftiger als der Name der Marke.

Auch dass Ausführungen mit Feuchtesensor, mit Nachlaufzeit und Standardausführungen in derselben Baureihe erhältlich sind, schafft Auswahlflexibilität. Werden bei gleichem Gehäuse und gleichem Kanaldurchmesser unterschiedliche Regelungsoptionen angeboten, vereinheitlicht das die Montage und vereinfacht die Lieferung von Ersatzteilen. Informationen zu den geführten Lüftungsmarken und -modellen finden Sie auf unserer Seite „Marken“. (Details: unsere Markenseite)

Treffen Sie die Auswahl nicht nach der Marke, sondern nach dem Bedarf. Bestimmen Sie zuerst den Volumenstrom aus dem Volumen des Bades, den Druck aus dem Kanal und die IP-Schutzart aus der Einbauposition; schauen Sie danach, welche Marke das Modell anbietet, das diese drei Bedingungen beim gewünschten Schallpegel erfüllt. Die richtige Reihenfolge ist diejenige, die die Markenwahl ans Ende stellt. Für Axial-Badlüfter können Sie sich unsere Produktgruppe ansehen. (Details: Axialventilatoren)

12Praxisbeispiel für die Auswahl in einem Mehrfamilienhausbad in Istanbul

In einer typischen Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Istanbul-Kadıköy verläuft die Auswahl für ein fensterloses Bad, das an den gemeinsamen Lüftungsschacht angeschlossen ist, so: zuerst das Volumen, dann der Volumenstrom, dann der Druck, zuletzt der Schallpegel. Das Beispielbad habe eine Grundfläche von 2,2 m mal 1,6 m und eine Höhe von 2,6 m; sein Volumen beträgt 2,2 mal 1,6 mal 2,6 gleich ca. 9,15 m³. Da es fensterlos ist, ergibt sich bei einem Ziel von 10 Luftwechseln pro Stunde ein erforderlicher Volumenstrom von ca. 92 m³/h.

Da dieses Bad an den gemeinsamen Schacht angeschlossen ist, ist der Kanal kurz, die Klappe aber zwingend, und der Schacht setzt einen Widerstand entgegen. Mit dem Anschluss an den Schacht und der Rückschlagklappe liegt der Gesamtdruckverlust in der Größenordnung von etwa 40-50 Pa. Ein Axialventilator, der im freien Ausblasen 92 m³/h liefert, würde bei diesem Druck auf 60 m³/h abfallen; deshalb wird ein Diagonal- oder Radialventilator gewählt. Anhand der Druck-Volumenstrom-Kennlinie wird ein Modell bestimmt, das bei 50 Pa mindestens 92 m³/h liefert.

Beim Schallpegel liegt das Ziel unter 35 dB(A), da das Bad an das Schlafzimmer grenzt. Im 100-mm-Kanal beträgt die Luftgeschwindigkeit bei 92 m³/h etwa 3,3 m/s und ist leise. Es wird beschlossen, ein Modell mit Feuchtesensor zu wählen, damit der Ventilator beim Duschen automatisch anläuft, und eine federbelastete Rückschlagklappe zu ergänzen, damit keine Gerüche über den Schacht eindringen. So sind alle drei Werte erfüllt.

Dieses Beispiel zeigt die Reihenfolge der Auswahlmethode: Volumenstrom aus dem Volumen, Druck aus dem Kanal, Schallpegel und IP-Schutzart aus der Einbauposition. Der richtige Ventilator für diese Wohnung in Kadıköy ist nicht der Ventilator mit dem höchsten Volumenstrom auf dem Papier, sondern der, der bei 50 Pa 92 m³/h unter 35 dB(A) liefert. Für eine Berechnung und Modellempfehlung speziell für Ihr Projekt erreichen Sie unser Ingenieurteam. (Details: unsere Kontaktseite)

13Worauf ist bei der Montage eines Badlüfters zu achten?

Die Montage eines Badlüfters beruht auf drei Regeln, die die Leistung des Ventilators nahe an den Katalogwerten halten: die richtige Position, der kürzeste Kanal und der richtige elektrische Anschluss. Der Ventilator wird nahe am Duschbereich, in dem sich die Feuchtigkeit am stärksten ansammelt, aber außerhalb des Wasserstrahls an der Decke oder der oberen Wand montiert. Der Kanal sollte möglichst kurz und bogenarm sein und, wenn möglich, direkt nach außen blasen.

Die Kanalführung bestimmt den Druckverlust unmittelbar. Jeder unnötige Bogen fügt etwa 10-15 Pa Widerstand hinzu und senkt den tatsächlichen Volumenstrom des Ventilators; deshalb werden statt scharfer 90-Grad-Bögen Umlenkungen mit großem Radius bevorzugt. Flexibler Aluminiumkanal ist günstig, erzeugt wegen seiner rauen Innenfläche aber einen höheren Widerstand als ein starrer Kanal; bei langen Kanalführungen sind starre PVC- oder verzinkte Kanäle leiser und effizienter.

Der elektrische Anschluss muss dem Bereichskonzept für Bäder und dem Fehlerstromschutz entsprechen. Der Ventilator muss eine geeignete IP-Schutzart haben, und sein Stromkreis muss mit einem 30-mA-Fehlerstromschutzschalter geschützt sein. Bei Modellen mit Feuchte- oder Zeitsensor erfolgen Versorgung und Schalteranschluss nach dem Schaltplan des Herstellers; ein falsch angeschlossener Timer-Ventilator läuft entweder gar nicht mehr aus oder schaltet zusammen mit dem Licht sofort ab.

Schwingungen und Schallübertragung werden bei der Montage verhindert. Wird das Ventilatorgehäuse starr direkt an der Wand befestigt, überträgt sich die Schwingung auf das Bauwerk; eine zwischengesetzte Gummidichtung oder ein Elastomer-Zwischenlager unterbricht diese Übertragung. Auch die luftdichte Abklebung der Kanalverbindungen erhält den Volumenstrom und verhindert Leckagegeräusche. Zur allgemeinen Logik von HLK-Anlagen und zum Stellenwert der Ventilatorauswahl im Gesamtsystem finden Sie Informationen in unserem Ratgeber. (Details: Was ist HVAC?)

Die Kanaldämmung ist ein Detail, das bei Führungen durch den Dachraum oder durch kalte Räume nicht vernachlässigt werden darf. Wenn warme, feuchte Badluft durch einen kalten Kanal strömt, kondensiert sie an der Kanalinnenfläche; das angesammelte Wasser lässt den Kanal korrodieren und tropft zurück, was Flecken an der Decke verursacht. Eine äußere Dämmung von Kanälen, die durch den Dachraum verlaufen, verhindert diese Kondensation. Wird der Kanal zudem mit leichtem Gefälle nach außen verlegt, fließt die geringe Menge entstehenden Kondensats nicht ins Bad, sondern nach außen.

Montagehöhe und Position bestimmen, wie wirksam der Ventilator die Feuchtigkeit abführt. Da sich die Feuchtigkeit am stärksten im Duschbereich und nahe der Decke sammelt, wird der Ventilator möglichst hoch, nahe am Duschbereich, aber außerhalb des Wasserstrahls angeordnet. Eine Anordnung abseits der Tür sorgt dafür, dass die Außenluft das Bad der Länge nach durchquert und den feuchten Bereich erreicht; wird der Ventilator unmittelbar über der Tür angebracht, strömt die Außenluft direkt zum Ventilator, ohne das Bad zu durchströmen, und die Feuchtigkeit im Duschbereich bleibt an Ort und Stelle.

Schließlich muss eine Prüfung bei der Inbetriebnahme erfolgen. Bei laufendem Ventilator muss am Außengitter von Hand ein Luftaustritt spürbar sein, und die Saugwirkung muss so stark sein, dass ein Stück Papier am Lüftungsgitter haften bleibt. Ist die Saugwirkung schwach, liegt im Kanal eine Leckage, eine Verstopfung oder eine falsch herum eingebaute Klappe vor. Diese einfache Prüfung ist der schnellste Weg, um zu sehen, ob die Montage den Volumenstrom auf dem Papier tatsächlich erreicht, und muss unbedingt vor der Übergabe erfolgen.

14Wann reicht ein Badlüfter nicht aus? Anzeichen und Lösung

Ein Badlüfter reicht nicht aus, wenn sein gewählter Volumenstrom den tatsächlichen Bedarf des Bades nicht deckt, und dies zeigt sich an mehreren konkreten Anzeichen. Das offensichtlichste Anzeichen ist, dass der Spiegel nach dem Duschen lange beschlagen bleibt und die Feuchtigkeit innerhalb von 30 Minuten nicht sinkt. Das zweite Anzeichen sind Schimmelflecken, die mit der Zeit an Deckenecken und in den Fugen entstehen; Schimmel ist der verlässlichste Beweis für eine unzureichende Badlüftung. Das dritte Anzeichen sind bauliche Feuchteschäden wie sich aufwerfendes Silikon und Farbe.

Die häufigste Ursache für die Unzulänglichkeit ist nicht, dass der Volumenstrom des Badlüfters im Verhältnis zum Volumen zu klein gewählt wurde, sondern dass der Kanalwiderstand außer Acht gelassen wurde. Ein Ventilator, der im freien Ausblasen ausreichend erscheint, kann bei Anschluss an einen langen und bogenreichen Kanal bis zur Hälfte seines tatsächlichen Volumenstroms verlieren. Deshalb wird bei der Diagnose zuerst die Kanalführung gemessen: Länge, Anzahl der Bögen und der Gesamtdruckverlust über das Außengitter werden in Pa ermittelt, und der tatsächliche Volumenstrom des Ventilators bei diesem Druck wird aus der Druck-Volumenstrom-Kennlinie abgelesen.

Die zweite Ursache ist, dass keine Luftzufuhr eingeplant wurde. Kann keine Außenluft nachströmen, während der Ventilator Luft nach außen fördert, entsteht im Bad ein Unterdruck, der Ventilator wird beansprucht, und sein Volumenstrom sinkt. In diesem Fall besteht die Lösung nicht darin, den Ventilator zu vergrößern, sondern unter der Tür einen Spalt von 1-2 cm zu lassen oder ein Gitter in die Tür einzusetzen. Die dritte Ursache sind ein verstopftes Außengitter oder ein verschmutztes Laufrad; eine Reinigung von Gitter und Laufrad einmal im Jahr verhindert, dass der Volumenstrom mit der Zeit sinkt.

Die Lösungen werden vom Günstigen zum Teuren abgearbeitet. Prüfen Sie zuerst Luftzufuhr und Gitterreinigung; verkürzen Sie dann die Kanalführung und verringern Sie die Bögen; diese beiden Schritte bringen den Volumenstrom in den meisten Fällen näher an den Wert auf dem Papier. Wurde der Ventilator jedoch tatsächlich zu klein gewählt, muss auf ein Modell mit höherem statischem Druck passend zum Kanalwiderstand gewechselt werden. Für Lüftungslösungen können Sie sich unsere Produktgruppe ansehen. (Details: Lüftung)

15Wartung und Lebensdauer eines Badlüfters: Nach wie vielen Jahren wird er ersetzt?

Die Nutzungsdauer eines Badlüfters beträgt bei richtiger IP-Schutzart und regelmäßiger Wartung typischerweise 5 bis 10 Jahre. Der wichtigste Faktor für die Lebensdauer ist, den ständig Dampf ausgesetzten Motor vor Feuchtigkeit zu schützen; ein Ventilator mit unzureichender IP-Schutzart erleidet in zwei bis drei Jahren einen Ausfall der Motorwicklung oder der Elektronikplatine. Der zweite Faktor ist die klebrige Schicht aus Staub und Feuchtigkeit, die sich auf dem Laufrad ansammelt; diese Schicht erzeugt Unwucht und damit Geräusch und senkt mit der Zeit den Volumenstrom.

Die regelmäßige Wartung besteht aus drei Arbeitsgängen, und einmal im Jahr genügt. Erstens wird die Ventilatorabdeckung abgenommen und das Laufrad mit weicher Bürste und feuchtem Tuch gereinigt. Zweitens wird das Außenwandgitter auf Verstopfung und Insektennester geprüft; ein verstopftes Gitter erhöht den Druckverlust und senkt den Volumenstrom. Drittens wird bestätigt, dass die Rückschlagklappe frei öffnet und schließt; eine verkalkte oder klemmende Klappe behindert entweder die Luft oder erzeugt ein Flattergeräusch.

Die Anzeichen dafür, dass der Ventilator ersetzt werden muss, sind eindeutig. Wird das Geräusch immer lauter und verschwindet nicht durch Reinigung, ist das Lager verschlissen; wackelt das Laufrad, ist die Auswuchtung gestört; ist der Motor im Betrieb wärmer als normal, ist die Wicklung gealtert. Liegt eines dieser Anzeichen vor, hat der Ventilator meist das Ende seiner Lebensdauer erreicht, und ein Austausch ist wirtschaftlicher als eine Reparatur, da Lager und Motor bei Badlüftern nur selten als separate Ersatzteile angeboten werden.

Wenden Sie beim Wechsel auf einen neuen Ventilator die Auswahlmethode von Anfang an erneut an: Bestimmen Sie den Volumenstrom aus dem Volumen, den Druck aus dem Kanal, Schallpegel und IP-Schutzart aus der Einbauposition neu. Ist bekannt, dass der alte Ventilator nicht ausreichte, wird ein Modell mit gleichem Durchmesser, aber höherem statischem Druck bevorzugt. Zum Stellenwert der Badlüftung im Gesamtsystem der HLK-Technik und zur Wartungslogik finden Sie Informationen in unserem Ratgeber. (Details: Was ist HVAC?)

16Die 5 häufigsten Fehler

Die folgenden fünf Fehler sind die Fehler, die uns bei Auswahl und Montage von Badlüftern am häufigsten begegnen und die sich am leichtesten vermeiden lassen. Alle fünf entstehen dadurch, dass Volumenstrom, Schallpegel und Druck vor der Entscheidung nicht berechnet werden.

  • Fehler 1 — Einen Ventilator nur nach dem Durchmesser auswählen, ohne den Volumenstrom zu berechnen: Es gibt Ventilatoren mit demselben Durchmesser von 100 mm und 90 m³/h oder 180 m³/h. Die richtige Auswahl beginnt damit, das Badvolumen mit der Luftwechselzahl zu multiplizieren und den erforderlichen m³/h-Wert zu ermitteln; der Durchmesser wird nach der Größe bestimmt, die diesen Volumenstrom führt.
  • Fehler 2 — Den Kanaldruck ignorieren und dem Volumenstrom im freien Ausblasen vertrauen: Der Volumenstrom im Katalog wird bei null Druck gemessen. Bei langem und bogenreichem Kanal sinkt der tatsächliche Volumenstrom des Ventilators bei 30-90 Pa Widerstand deutlich; ein Ventilator, der ohne Ablesen der Druck-Volumenstrom-Kennlinie gewählt wurde, kann das Bad nicht lüften.
  • Fehler 3 — Einen Axialventilator an einen langen Kanal anschließen: Der Volumenstrom von Axialventilatoren bricht mit steigendem Druck rasch ein. Für 4-5 m Kanal, Dachaustritt oder eine Führung mit vielen Bögen muss ein Radial- oder Diagonalventilator gewählt werden; andernfalls läuft der Ventilator, doch die Luft gelangt nicht nach außen.
  • Fehler 4 — Die Rückschlagklappe weglassen oder falsch herum einbauen: In einem an einen gemeinsamen Schacht angeschlossenen Bad führt ein Ventilator ohne Klappe dazu, dass die Gerüche der Nachbarn und die Außenluft zurückkehren. Eine falsch herum eingebaute Klappe behindert dagegen die Luft und erzeugt durch Flattern ein ständiges Klappergeräusch.
  • Fehler 5 — Einen Ventilator im Feuchtbereich ohne Rücksicht auf die IP-Schutzart installieren: Ein Ventilator mit niedriger IP-Schutzart, der gegen das Bereichskonzept für Bäder verstößt, birgt ein Sicherheitsrisiko und geht wegen der Feuchtigkeit vorzeitig kaputt. Bei Montage in Duschnähe wird mindestens IP44, bei Gefahr eines direkten Wasserstrahls IPX5 verlangt.

17Checkliste: vor dem Kauf

Wenn Sie die folgende Liste von Anfang bis Ende ausfüllen, haben Sie Volumenstrom, Schallpegel, Druck, Durchmesser und IP-Schutzart des benötigten Ventilators geklärt. Wenn Sie die Antworten notieren, verkürzt das auch das Gespräch mit dem Verkäufer und den Modellvergleich.

  • Wurde das Volumen des Bades (Grundfläche mal Höhe) in m³ berechnet?
  • Wurde die Luftwechselzahl festgelegt? Wurden im fensterlosen Bad mindestens 8, bei intensiver Duschnutzung 10-15 Luftwechsel pro Stunde gewählt?
  • Wurde der erforderliche Volumenstrom (Volumen mal Luftwechsel) in m³/h ermittelt?
  • Wurde der Gesamtdruckverlust über Kanallänge, Anzahl der Bögen und Außengitter in Pa abgeschätzt?
  • Wurde anhand der Druck-Volumenstrom-Kennlinie des Ventilators bestätigt, dass er beim berechneten Druck den erforderlichen Volumenstrom erbringt?
  • Wurde der Kanaldurchmesser so gewählt, dass er den Volumenstrom bei 3-5 m/s Luftgeschwindigkeit führt? Ist er nicht enger als der Ausgangsdurchmesser des Ventilators?
  • Wurde der Ziel-Schallpegel festgelegt? Unter 35 dB(A), wenn das Bad an das Schlafzimmer grenzt, unter 45 dB(A) bei allgemeiner Nutzung?
  • Wurde gelesen, in welcher Entfernung der dB(A)-Wert im Katalog gemessen wurde?
  • Wurde bei kurzem, direktem Kanal ein Axialventilator, bei langem, bogenreichem Kanal ein Radial- oder Diagonalventilator gewählt?
  • Wurde eine Rückschlagklappe vorgesehen? Ist sie bei Anschluss an einen gemeinsamen Schacht unbedingt vorhanden? Stimmt die Einbaulage?
  • Passt die Regelungsart zum Bedarf? Feuchtesensor im Bad mit Dusche, Timer bei regelmäßiger Nutzung, Bewegungssensor in der Toilette?
  • Wurde der Badbereich der Einbauposition bestimmt und die dafür passende IP-Schutzart (mindestens IP44) gewählt?
  • Ist der Stromkreis mit einem 30-mA-Fehlerstromschutzschalter geschützt? Liegt der Anschlussplan des Modells mit Sensor bereit?
  • Wurde im fensterlosen Bad die Zufuhr von Außenluft (Spalt unter der Tür oder Gitter) eingeplant?
  • Wurde zwischen Ventilatorgehäuse und Wand eine schwingungsdämpfende Dichtung oder ein Zwischenlager vorgesehen?

Wenn Sie diese fünfzehn Punkte ausgefüllt haben, liegen Ihnen erforderlicher Volumenstrom, akzeptabler Schallpegel, aufzubringender Druck, richtiger Durchmesser und IP-Schutzart vor; das heißt, alle Zahlen, die Sie für die Auswahl des richtigen Ventilators brauchen, sind vorhanden. Den Kauf ohne notierte Zahlen zu tätigen, ist der am häufigsten anzutreffende Grund für Unzufriedenheit. Weitere Antworten auf Ihre Fragen finden Sie auf unserer Seite „Häufig gestellte Fragen“. (Details: häufig gestellte Fragen)

18Häufig gestellte Fragen

Wie viele m³/h sollte ein Badlüfter leisten?
Der erforderliche Volumenstrom ergibt sich aus dem Produkt von Badvolumen und Luftwechselzahl. Im fensterlosen Bad werden mindestens 8, bei intensiver Duschnutzung 10-15 Luftwechsel pro Stunde angestrebt. Beispielsweise beträgt der Bedarf in einem Bad mit 9 m³ Volumen bei 8 Luftwechseln pro Stunde ca. 72 m³/h, bei 10 Luftwechseln pro Stunde ca. 90 m³/h. Für eine kleine Toilette genügen 25-30 m³/h.
Wie viel dB sollte ein leiser Badlüfter haben?
Ein leiser Badlüfter erzeugt in 1 m Entfernung einen Schallpegel von ca. 30 dB(A) oder darunter. Für Wohngebäude liegt der praxistaugliche Bereich bei 30-45 dB(A); in Bädern neben dem Schlafzimmer sollte das Ziel unter 35 dB(A) liegen. Das Geräusch stammt meistens nicht vom Ventilator, sondern von der hohen Luftgeschwindigkeit; deshalb ist es die erste Voraussetzung für Ruhe, den Ventilator nicht mit einem höheren Volumenstrom als nötig zu betreiben.
Sollte der Durchmesser eines Badlüfters 100 mm oder 120 mm betragen?
Der Durchmesser wird so gewählt, dass er den berechneten Volumenstrom bei 3-5 m/s Luftgeschwindigkeit führen kann. Für einzelne Toiletten und kleine Bäder genügen meist 100 mm; in mittelgroßen Bädern und Bädern mit Dusche werden 120 mm mit höherer Geräuschreserve bevorzugt. Der Kanaldurchmesser darf nie enger als der Ausgangsdurchmesser des Ventilators gewählt werden, da sonst Geräusch und Druckverlust steigen.
Ist eine Rückschlagklappe Pflicht?
In Mehrfamilienhausbädern, die an einen gemeinsamen Lüftungsschacht angeschlossen sind, ist die Rückschlagklappe zwingend; ein Ventilator ohne Klappe führt dazu, dass die Gerüche der Nachbarn und die Außenluft zurückkehren. Im senkrechten Kanal wird eine Schwerkraftklappe verwendet, bei waagerechter Lage oder bei Gegendruckrisiko eine federbelastete Klappe. Die Klappe wird so montiert, dass ihr Pfeil in die Luftströmungsrichtung zeigt, und an der Stelle, die dem Ventilatorausgang am nächsten liegt.
Ist ein Badlüfter mit Feuchtesensor wirklich erforderlich?
In Bädern mit Duschnutzung und hohem Schimmelrisiko ist ein Ventilator mit Feuchtesensor die wirksamste Lösung, weil er sich automatisch zuschaltet, sobald die relative Luftfeuchtigkeit den Schwellenwert von 60-70 % überschreitet, und ausgleicht, dass Nutzer vergessen, den Ventilator einzuschalten. In regelmäßig und kurz genutzten Bädern kann ein Ventilator mit Nachlaufzeit ausreichen. Da die Beseitigung von Schimmelschäden um ein Vielfaches teurer ist als der Preisunterschied beim Ventilator, hat der Feuchtesensor Vorrang.
Soll ich einen Axialventilator oder einen Radialventilator wählen?
Die Wahl hängt vom Kanaldruck ab. Bei kurzem, direktem Kanal mit einem Druckverlust unter 30 Pa genügt ein wirtschaftlicher Axialventilator. Ist der Kanal lang, hat er Bögen oder führt er aufs Dach und übersteigt der Druck 80 Pa, ist ein Radialventilator erforderlich, der seinen Volumenstrom beibehält. Bei 30-80 Pa bringt ein Diagonalventilator beide Eigenschaften ins Gleichgewicht. Der Volumenstrom eines Axialventilators sinkt mit steigendem Druck rasch.
Welche IP-Schutzart sollte ein Badlüfter haben?
Im Feuchtraum wird die IP-Schutzart des Ventilators nach der Einbauposition gewählt. Bei Deckenmontage nahe am Duschbereich, aber außerhalb des Wasserstrahls, wird mindestens IP44 verlangt. An Positionen mit Gefahr direkten Spritzwassers ist IPX5 erforderlich; bei Montage in Bereich 1 kommen eine Versorgung mit Schutzkleinspannung und ein geeigneter Fehlerstromschutz hinzu. Verwenden Sie einen Ventilator, auf dessen Typenschild keine IP-Schutzart steht, nicht in einem Feuchtraum.
Welcher Ventilator sollte in einem fensterlosen Bad verwendet werden?
Im fensterlosen Bad ist mechanische Lüftung zwingend, und das Ziel liegt bei mindestens 8, bei intensiver Duschnutzung bei 10-15 Luftwechseln pro Stunde. Bevorzugt wird ein Ventilator mit Feuchtesensor oder im Dauerbetrieb mit niedrigem Volumenstrom. Außerdem muss die Außenluftzufuhr durch einen Spalt von 1-2 cm unter der Tür oder ein Gitter in der Tür sichergestellt werden, und bei Anschluss an einen gemeinsamen Schacht muss unbedingt eine Rückschlagklappe ergänzt werden.
Wie lange sollte ein Badlüfter laufen?
Der Ventilator sollte laufen, bis die Feuchtigkeit im Bad gesunken ist; das praktische Ziel sind 15-30 Minuten nach dem Duschen. Modelle mit Feuchtesensor erledigen das automatisch; bei Modellen mit Nachlaufzeit wird die Nachlaufzeit auf 10-20 Minuten eingestellt. In fensterlosen Bädern ist es die wirksamste Methode, die Ansammlung von Feuchtigkeit von vornherein zu verhindern, wenn der Ventilator den größten Teil des Tages leise auf niedriger Stufe läuft.

Die Auswahl eines Badlüfters ist bei richtiger Reihenfolge nicht kompliziert: Sie bestimmen den Volumenstrom aus Ihrem Volumen, den Druck aus Ihrem Kanal, Schallpegel und IP-Schutzart aus Ihrer Einbauposition. Liegen Ihnen diese Zahlen vor, können wir gemeinsam das richtige Modell festlegen. Das Ingenieurteam von Pomeka Mekanik wählt aus S&P und den übrigen geführten Marken den Abluftventilator aus, der zum Volumen Ihres Bades, zu den Kanalbedingungen und zu Ihrem Schallziel passt, und plant die Installation von Kanal und Klappe. Sie können sich die Produktgruppe Lüftung ansehen (Details: Lüftung) und uns mit Ihren Maßen und Kanalangaben erreichen (Details: unsere Kontaktseite).

Unterstützung zu diesem Thema

Bei Auswahl, Projektierung und Lieferung steht Ihnen das Ingenieurteam von Pomeka Mekanik zur Seite. Teilen Sie uns Volumenstrom, Förderhöhe und Nutzungsprofil Ihrer Anlage mit; gemeinsam bestimmen wir das passende Modell.

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