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Wasseraufbereitung

Was ist ein Runxin-Automatikventil? Wo werden die Baureihen F67, F71, F74 und F116 eingesetzt?

Was ist ein Runxin-Automatikventil und bei welchem Volumenstrom und wo werden die Baureihen F67, F71, F74 und F116 eingesetzt? Baureihenauswahl anhand der zeit- und mengengesteuerten Regenerationsarten.

PMIngenieurteam von Pomeka Mekanik1. September 202625 min Lesezeit
Was ist ein Runxin-Automatikventil? Wo werden die Baureihen F67, F71, F74 und F116 eingesetzt?

Das Runxin-Automatikventil ist ein automatischer Steuerkopf, der auf Wasserenthärtungs- und Filterbehälter aufgesetzt wird und die Regenerationsschritte nach Zeit oder Volumen selbstständig durchführt. Die Ventile F67 und F63 sind zeit- und mengengesteuerte Enthärtungsventile, das F71 ist ein klassisches Enthärtungsventil, das F74 ein Filtrationsventil und das F116 ein industrielles Ventil für hohe Volumenströme. Die Auswahl richtet sich nach Volumenstrom, Behälterdurchmesser und Wasserhärte.

Runxin ist ein Hersteller, der in der Wasseraufbereitung für seine Mehrwege-Steuerventile bekannt ist, die auf Behältern mit Ionenaustauscherharz sitzen. Diese Ventile steuern über eine Zeitschaltuhr oder einen Wasserzähler nacheinander die Schritte Betrieb, Rückspülung, Ansaugen mit Regeneration, langsames Spülen und schnelles Spülen. Bei der richtigen Baureihe sinken Salz- und Wasserverbrauch und die Lebensdauer des Harzes verlängert sich; bei der falschen drosselt das Ventil entweder den Volumenstrom oder regeneriert nur unvollständig. Dieser Ratgeber betrachtet das Runxin-Sortiment aus neutraler ingenieurtechnischer Sicht und erläutert anhand von Zahlenkriterien, welches Ventil für welche Aufgabe geeignet ist.

Ein wichtiger Hinweis: Pomeka Mekanik liefert keine Runxin-Ventile; eine gleichwertige Funktion wird mit den geführten automatischen Enthärtungsventilen und den Filtrationslösungen von Honeywell/Resideo erreicht. Die folgende Bewertung ist nicht geschrieben, um eine Marke zu verkaufen, sondern neutral, damit Sie die technisch richtige Entscheidung treffen können. Wenn Sie Runxin-Ventile oder allgemeine Ventile für die Wasseraufbereitung mit Kaufabsicht ansehen möchten, finden Sie diese in den entsprechenden Kategorien unseres Schwester-Onlineshops (Details: Runxin-Automatikventile).

In diesem Ratgeber finden Sie:

Was Sie in diesem Ratgeber erwartet

  • Die Funktionsweise des Mehrwege-Kopfes des Runxin-Automatikventils und wozu die fünf grundlegenden Regenerationsschritte dienen
  • Den Unterschied zwischen zeitgesteuertem und mengengesteuertem Ventil und wann welches zu wählen ist
  • Die Unterscheidung der Baureihen F63, F67, F71, F74 und F116 nach Volumenstrom in m³/h, Behälterdurchmesser und Anschlussmaß
  • Die Logik der Runxin-Ventil-Volumenstromtabelle und die praktische Abschätzung des Volumenstroms aus dem Behälterdurchmesser
  • Wie Behälteranschlussnorm, Steigrohrmaß und Passung des Ventilsitzes geprüft werden
  • Die Schritt-für-Schritt-Berechnung von Harzvolumen und Salzverbrauch aus der Wasserhärte
  • Den Vergleich mit den geführten gleichwertigen Enthärtungslösungen und den Honeywell/Resideo-Filtrationslösungen
  • Die 5 häufigsten Fehler und die Checkliste vor der Installation

01Was ist ein Runxin-Automatikventil und wie funktioniert es?

Das Runxin-Automatikventil ist ein Mehrwege-Steuerkopf, der oben auf einem Aufbereitungsbehälter montiert wird und die Strömungsrichtung des Wassers durch das Harz- oder Filterbett im Behälter automatisch umschaltet. Technisch ist ein Ventil für die Wasseraufbereitung eine Armatur, die die Strömungsrichtung des Wassers und die Regenerationsschritte steuert; Runxin ist eine der verbreitetsten Marken dieser Klasse. Im Inneren befindet sich ein scheiben- oder kolbenbasierter Verteiler; wenn sich dieser dreht, wird das Wasser in unterschiedliche Leitungen des Behälters geleitet. So übernimmt ein einziges Gehäuse sowohl die normale Wasserabgabe als auch die Reinigung des Bettes.

Der vom Ventil gesteuerte Zyklus besteht aus fünf Grundschritten. Im Betriebsschritt fließt das Wasser durch das Bett und gelangt enthärtet beziehungsweise gefiltert zum Ausgang. Im Rückspülschritt wird die Strömungsrichtung umgekehrt und das Bett wird von unten nach oben gespült, sodass das zurückgehaltene Sediment ausgetragen wird. Im Ansaugschritt werden Salzwasser beziehungsweise Spülwasser in das Bett gesaugt. Das langsame Spülen bringt das Harz mit der Salzlösung in Kontakt, das schnelle Spülen spült das überschüssige Salz hinaus. Dauer und Reihenfolge dieser Schritte werden über die Steuerplatine des Ventils festgelegt.

Der größte Vorteil des Mehrwege-Ventils ist, dass es getrennte Gruppen aus Motorventilen und Magnetventilen überflüssig macht. In dieser Hinsicht arbeitet das Ventil als ein einziges automatisches Regelventil im Herzen der Anlage; es führt die fünf einzelnen Schaltvorgänge, die der Installateur sonst von Hand ausführen müsste, programmgesteuert aus. Dieser Ansatz vereinfacht die Montage insbesondere bei Wasserenthärtungsanlagen. Wenn Sie sich für die grundsätzliche Funktionsweise einer Wasserenthärtungsanlage interessieren, lesen Sie dazu unseren eigenen Ratgeber (Details: Was ist eine Wasserenthärtungsanlage? Hilft sie wirklich gegen kalkhaltiges Wasser?).

Das Runxin-Sortiment reicht je nach Gehäusegröße und Anschlussmaß von kleinen Ventilen für Wohngebäude bis zu industriellen Ventilen für hohe Volumenströme. Der Anschlussstutzen der Ventile für Wohngebäude liegt typischerweise zwischen 3/4 Zoll und 1 Zoll; bei der industriellen Baureihe steigt dieses Maß auf 2 Zoll und darüber. Da das Anschlussmaß den möglichen Volumenstrom unmittelbar bestimmt, ist es das erste Kriterium bei der Baureihenauswahl.

02Was ist der Unterschied zwischen zeitgesteuertem und mengengesteuertem Ventil?

Das zeitgesteuerte Ventil ist ein Ventil, das die Regeneration nach Kalender und Uhrzeit startet; das mengengesteuerte Ventil dagegen zählt die durchgeflossene Wassermenge und startet die Regeneration erst, wenn sie nötig ist. Ein zeitgesteuertes System regeneriert beispielsweise jede Nacht um 02.00 Uhr in festen Abständen, während ein mengengesteuertes System erst dann in die Regeneration geht, wenn das festgelegte Ziel in Litern erreicht ist. Der Unterschied zwischen beiden bestimmt unmittelbar die Salz- und Wasserverschwendung.

  • Auslösekriterium – zeitgesteuert: Kalender/Uhrzeit; mengengesteuert: durchgeflossene Wassermenge in Litern oder m³
  • Wasserzähler erforderlich – zeitgesteuert: nicht erforderlich; mengengesteuert: Durchflussmesser in Turbinenbauart im Ventil erforderlich
  • Salzverbrauch – zeitgesteuert: wegen des festen Intervalls hohes Risiko unnötiger Regeneration; mengengesteuert: nutzungsabhängig, typischerweise 20–40 Prozent geringer
  • Geeignete Nutzung – zeitgesteuert: Orte mit regelmäßigem, vorhersehbarem Verbrauch; mengengesteuert: Haushalte und Betriebe mit schwankendem Verbrauch
  • Anfangsinvestition – zeitgesteuert: niedriger; mengengesteuert: wegen des Zählers etwas höher
  • Einstellgenauigkeit – zeitgesteuert: Tag und Uhrzeit werden eingegeben; mengengesteuert: aus Härte und Harzkapazität berechnete Liter werden eingegeben

Im Runxin-Sortiment sind diese beiden Funktionsweisen bei Baureihen wie F63 und F67 vereint; diese Ventile sind zeit- und mengengesteuerte Ventile, die sowohl nach Zeit als auch nach Volumen programmiert werden können. Der Nutzer kann dort, wo der Verbrauch regelmäßig ist, den reinen Zeitmodus und dort, wo der Verbrauch veränderlich ist, den Mengenmodus wählen. Der gemischte Zeit-Mengen-Modus führt auch dann, wenn das festgelegte Volumen nicht erreicht wird, spätestens nach einer bestimmten Anzahl von Tagen eine Sicherheitsregeneration durch und verhindert so das Wachstum von Bakterien im Harz.

Die Faustregel ist eindeutig. In einem Wohngebäude, in dem der Wasserverbrauch von der Personenzahl abhängt und sich von Tag zu Tag ändert, verringert der mengengesteuerte Modus das Salz deutlich. Dagegen genügt an einer Stelle, an der der Verbrauch nahezu konstant ist, etwa in einer Kesselspeiseleitung, der zeitgesteuerte Modus und ist einfacher. Die richtige Betriebsartwahl ist, unabhängig von der Geräteauswahl, die wichtigste Entscheidung, die den Salzverbrauch für sich allein beeinflusst.

03Wo werden die zeit- und mengengesteuerten Ventile Runxin F63 und F67 eingesetzt?

Die Runxin F63 und F67 sind zeit- und mengengesteuerte Ventile, die für die Wasserenthärtung im Wohn- und kleinen gewerblichen Bereich ausgelegt sind und sowohl nach Zeit als auch nach Volumen programmiert werden können. Die Anschlussmaße liegen typischerweise zwischen 3/4 Zoll und 1 Zoll, die Betriebsvolumenströme im Bereich von ca. 1,5–4 m³/h. Dieser Bereich deckt den Bedarf von einer Wohnung bis zu einer mittelgroßen Villa ab.

Das herausragende Merkmal des F67 ist, dass es über sein digitales Display und seinen Volumenzähler die Regeneration anhand des tatsächlichen Verbrauchs starten kann. Der Nutzer gibt die Härte des Wassers und die Harzkapazität ein; das Ventil zählt die verbleibende Enthärtungskapazität in Litern herunter und geht, bevor die Kapazität erschöpft ist, in der Nacht in die Regeneration. Dadurch kommt es bei der Nutzung am Morgen nicht zu einer Unterbrechung der Versorgung mit weichem Wasser.

F63 und F67 werden typischerweise mit Harzbehältern von 10x54 Zoll und kleiner kombiniert. Dieser Behälter fasst ca. 50–75 Liter Harz und versorgt bei Wasser mittlerer Härte einen Vier- bis Fünf-Personen-Haushalt problemlos. Modelle mit 1-Zoll-Anschlussstutzen werden bevorzugt, um den Druckverlust in einer Steigleitung ins Obergeschoss gering zu halten. Wie eine Wasserenthärtungsanlage ausgewählt wird und wie die Kapazitätsberechnung funktioniert, finden Sie in unserem eigenen Ratgeber (Details: Wie wählt man eine Wasserenthärtungsanlage für Haus und Betrieb aus? Ratgeber zur Kapazitätsberechnung).

Die Grenze dieser beiden Ventile sind Anwendungen mit hohem Volumenstrom. In einer Anlage, in der viele Zapfstellen gleichzeitig geöffnet werden und der Spitzenvolumenstrom 4 m³/h übersteigt, entsteht am Ausgang des F63 oder F67 ein deutlicher Druckabfall und der Strom des weichen Wassers wird schwächer. In einem solchen Fall werden entweder zwei Behälter parallel installiert oder es wird auf die nächsthöhere Baureihe F71 oder das industrielle Ventil F116 gewechselt.

04Für welche Aufgaben ist das Enthärtungsventil Runxin F71 geeignet?

Das Runxin F71 ist ein Enthärtungsventil für klassische Wasserenthärtungsanwendungen, das in Systemen mit einem Behälter und einem Bett weit verbreitet ist. Der Anschlussstutzen liegt typischerweise bei ca. 1 Zoll, der Betriebsvolumenstrom im Bereich von ca. 2–4 m³/h. Das F71 ist das klassische Rückgrat von Enthärtungssystemen für Wohngebäude und kleine Betriebe.

Die Funktionsweise des F71 beruht auf dem Ionenaustausch. Die Calcium- und Magnesiumionen im harten Wasser werden vom kationischen Harz im Behälter zurückgehalten und es werden Natriumionen abgegeben. Ist das Harz erschöpft, regeneriert das Ventil mit Salzwasser und erneuert das Harz. Dieser vom F71 gesteuerte Zyklus bestimmt unmittelbar die Lebensdauer des Harzes für die Wasseraufbereitung; zu Harzaufbau und Wechselzeitpunkt lesen Sie bitte unseren eigenen Ratgeber (Details: Was ist ein Ionenaustauscherharz für die Wasseraufbereitung? Wann sollte das Harz ausgetauscht werden?).

Der grundlegende Unterschied zwischen F71 und F67 liegt bei Regelung und Display. Während das F67 in der Regel einen fortschrittlicheren Volumenzähler und eine fortschrittlichere Programmieroberfläche bietet, setzt das F71 auf einen schlichteren und robusteren mechanisch-elektronischen Aufbau. Volumenstrom und Behälterpassung sind ähnlich; beide arbeiten mit Behältern in der Größenordnung von 10x54 Zoll. Die Auswahl richtet sich meistens nach dem gewünschten Automatisierungsgrad und dem Budget.

Nicht geeignet ist das F71 für Filtrationsanwendungen. Ein Sandfilter oder Aktivkohlefilter zieht im Unterschied zur Enthärtung kein Salz an; er benötigt nur die Schritte Rückspülung und Spülen. Für eine solche Aufgabe ist ein Enthärtungsventil mit Salzwasserleitung überflüssig. Die richtige Baureihe für die Filtration ist das F74 ohne Salzleitung. Wozu Sand- und Aktivkohlefilter dienen, finden Sie in unserem Ratgeber zur Filtration (Details: Sandfilter oder Aktivkohlefilter? Was leistet welcher Filter in der Wasseraufbereitung?).

05Wozu dient das Runxin-Filtrationsventil F74?

Das Runxin F74 ist ein Filtrationsventil ohne Salzwasserleitung, das nur die Schritte Rückspülung und Spülen steuert. Es ist für Betten ausgelegt, die bei der Regeneration weder Chemikalien noch Salz benötigen, wie Sandfilter, Aktivkohlefilter, Eisen-Mangan-Entfernung und Sedimentfilter. Der Betriebsvolumenstrom liegt je nach Gehäusegröße im Bereich von ca. 2–6 m³/h.

Der Unterschied zwischen dem F74 und den Enthärtungsventilen liegt im Zyklusinhalt. Das Enthärtungsventil saugt Salzwasser an; das F74 tut das nicht. Bei der Filtration besteht das Ziel darin, das im Bett angesammelte Sediment und die zurückgehaltene Verschmutzung durch Rückspülung auszutragen. Deshalb besteht der Zyklus des F74 aus Rückspülung, Setzspülung und Rückkehr in den Betrieb. Da Salzbehälter und Injektor fehlen, ist auch die Installation einfacher.

Der Rückspülvolumenstrom des F74 ist ein kritischer Auslegungswert. Damit das Bett in einem Sandfilter gleichmäßig gereinigt wird, muss es sich bei der Rückspülung um ca. 30–50 Prozent ausdehnen; das bedeutet je nach Behälterquerschnitt einen bestimmten minimalen Rückspülvolumenstrom. Bei einem Behälter mit 13 Zoll Durchmesser liegt der Rückspülvolumenstrom beispielsweise in der Größenordnung von ca. 3–4 m³/h. Kann das Ventil diesen Volumenstrom nicht liefern, wird das Bett nicht vollständig gereinigt und setzt sich mit der Zeit zu.

Das F74 ist stark bei der Entfernung von Sediment und grober Verschmutzung, aber allein keine Lösung für Feinpartikel und chemische Filtration. Für Partikel unter fünf Mikrometern und Parameter wie freies Chlor ist ein separater Kartuschenfilter oder ein Aktivkohlebett erforderlich. Als Filterbehälter werden häufig GFK-Behälter verwendet; wie ein GFK-Behälter ausgewählt wird, haben wir in einem eigenen Ratgeber behandelt (Details: Was ist ein GFK-Behälter? Wie wählt man einen Polyglass-Behälter für Wasseraufbereitungsanlagen aus?).

06Wo wird das industrielle Ventil Runxin F116 eingesetzt?

Das Runxin F116 ist ein industrielles Steuerventil mit großem Anschlussstutzen, ausgelegt für industrielle Wasseraufbereitungsanlagen mit hohem Volumenstrom. Das Anschlussmaß liegt typischerweise bei 2 Zoll und darüber; der Betriebsvolumenstrom kann je nach Gehäuse einen Bereich von ca. 10–30 m³/h erreichen. Das F116 eignet sich für Fabrikspeiseleitungen, zentrale Systeme in Hotels und Krankenhäusern sowie große Enthärtungsanlagen.

Der Unterschied des F116 zu den Baureihen für Wohngebäude besteht nicht nur im Volumenstrom. Industrielle Ventile können in Systemen mit mehreren Behältern miteinander kommunizieren und nacheinander oder unterbrechungsfrei regenerieren. Bei einer Anordnung mit zwei Behältern geht ein Behälter in die Regeneration, während der andere weiter im Betrieb bleibt; so kommt es in Produktionslinien, die ständig weiches Wasser benötigen, nicht zu einer Wasserunterbrechung. Diese synchrone Arbeitsweise gibt es bei den Ventilen für Wohngebäude mit einem Behälter nicht.

Auch die Behälterpassung des F116 ist eine andere. Dieses Ventil wird mit großen GFK- oder Stahlbehältern ab 24 Zoll Durchmesser kombiniert. Bei großen Behältern kann das Harzvolumen 300 Liter übersteigen und der Rückspülvolumenstrom steigt auf die Größenordnung von 20 m³/h. In einer solchen Anlage müssen Volumenstrom und Druck der Speisepumpe so gewählt werden, dass sie den vom Ventil benötigten Rückspülvolumenstrom decken; andernfalls bleibt die Regeneration unvollständig.

Die Ventilauswahl im industriellen Maßstab ist keine Entscheidung über ein einzelnes Bauteil, sondern Teil der gesamten Aufbereitungskette. Vorfiltration, Enthärtung, Kohlebett und gegebenenfalls die Stufen der Umkehrosmose werden gemeinsam dimensioniert. Wie eine industrielle Aufbereitungsanlage für Fabriken aufgebaut wird, haben wir in unserem Einstiegsratgeber zusammengestellt (Details: Wie wählt man eine industrielle Wasseraufbereitungsanlage aus? Einstiegsratgeber für Fabriken). Wenn Sie sich die allgemeine Palette der industriellen Ventile für die Wasseraufbereitung mit Kaufabsicht ansehen möchten, können Sie die Kategorie unseres Schwester-Onlineshops besuchen (Details: Ventile für die Wasseraufbereitung).

07Wie liest man die Volumenstromtabelle der Runxin-Ventile?

Die Volumenstromtabelle der Runxin-Ventile ist eine Zuordnung, die zu dem Anschlussmaß jedes Ventilgehäuses den Betriebsvolumenstrom und den Rückspülvolumenstrom zeigt. Die Grundlogik der Tabelle lautet: Je größer der Anschlussstutzen, desto größer der mögliche Volumenstrom. Ein Ventil mit 3/4-Zoll-Stutzen lässt ca. 1,5–2 m³/h durch, ein Ventil mit 1-Zoll-Stutzen ca. 2–4 m³/h und ein industrielles Ventil mit 2-Zoll-Stutzen 10 m³/h und mehr.

Der zweite Wert, der den Volumenstrom bestimmt, ist der Behälterdurchmesser, denn der Rückspülvolumenstrom hängt vom Behälterquerschnitt ab. Die Querschnittsfläche des Behälters ergibt sich aus der Beziehung A gleich Pi mal d zum Quadrat geteilt durch 4. Für die Rückspülung wird eine typische Flächenbelastung von ca. 25–30 m³/h je Quadratmeter angesetzt. Bei einem 10-Zoll-Behälter beträgt der Durchmesser ca. 0,254 m und die Querschnittsfläche ca. 0,0507 m²; demnach ergibt sich ein Rückspülvolumenstrom von ca. 0,0507 mal 27 gleich 1,37 m³/h.

Wiederholen wir dieselbe Rechnung für einen 13-Zoll-Behälter. Der Durchmesser beträgt ca. 0,330 m, die Querschnittsfläche Pi mal 0,330 zum Quadrat geteilt durch 4 gleich ca. 0,0855 m². Der Rückspülvolumenstrom beträgt ca. 0,0855 mal 27 gleich 2,31 m³/h. Dieser Wert besagt, dass das Ventil im Rückspülschritt mindestens so viel Wasser durchlassen können muss. Deckt das in der Tabelle gewählte Ventil diesen Rückspülvolumenstrom nicht ab, wird das Bett nicht vollständig gespült.

Betriebsvolumenstrom und Rückspülvolumenstrom dürfen nicht verwechselt werden. Der Betriebsvolumenstrom ist der Volumenstrom des weichen Wassers, der im täglichen Gebrauch durch das Ventil fließt; der Rückspülvolumenstrom ist dagegen der nur im Reinigungsschritt benötigte und in der Regel niedrigere Volumenstrom. Bei der Auswahl eines Ventils müssen beide Werte erfüllt sein. Der Spitzenbetriebsvolumenstrom bestimmt den Anschlussstutzen, der Rückspülvolumenstrom den Behälterdurchmesser.

Dasselbe Vorgehen bei großen Behältern zu wiederholen, macht die Auswahl eindeutig. Bei einem Behälter mit 16 Zoll Durchmesser beträgt der Durchmesser ca. 0,406 m, die Querschnittsfläche Pi mal 0,406 zum Quadrat geteilt durch 4 gleich ca. 0,1295 m²; der Rückspülvolumenstrom beträgt ca. 0,1295 mal 27 gleich 3,5 m³/h. Bei einem Behälter mit 21 Zoll Durchmesser dagegen liegt der Durchmesser bei 0,533 m, die Fläche bei 0,2231 m² und der Rückspülvolumenstrom steigt auf ca. 6 m³/h. Diese beiden Werte zeigen anschaulich, warum die Grenze zwischen der Klasse des F74 und der industriellen Klasse des F116 bei ca. 13–16 Zoll liegt.

Beim Lesen der Tabelle muss außerdem ein Sicherheitszuschlag eingeplant werden. Der berechnete Rückspülvolumenstrom sollte ca. 80 Prozent des Katalogwerts des Ventils nicht überschreiten; andernfalls arbeitet das Ventil ständig an seiner Grenze und der innere Verschleiß beschleunigt sich. Bei einem Behälter mit einem Rückspülbedarf von 3,5 m³/h ist es beispielsweise sinnvoll, ein Ventil mit einem Katalogwert für die Rückspülung von mindestens 4,4 m³/h zu wählen. Dieselbe Logik gilt auch für den Spitzenbetriebsvolumenstrom.

08Wie wird der Anschluss zwischen Runxin-Ventil und Behälter geprüft?

Der Anschluss zwischen Runxin-Ventil und Behälter beruht darauf, dass das untere Gewinde des Ventils, das Öffnungsgewinde des Behälters und das zentrale Steigrohr zueinander passen. Bei Behältern für Wohngebäude beträgt das Standard-Öffnungsgewinde typischerweise 2,5 Zoll, bei industriellen Behältern ca. 4 Zoll. Vor dem Kauf des Ventils muss bestätigt werden, dass Behälteröffnungsnorm, Steigrohrdurchmesser und Ventilsitz auf dasselbe System verweisen.

Das zentrale Steigrohr ist das Rohr, das vom Sammelkopf am Boden des Behälters bis zum Ventil reicht und in den Verteilersitz des Ventils eingesetzt wird. Bei Behältern für Wohngebäude hat das Steigrohr meist einen Außendurchmesser von 1,05 Zoll oder 1,32 Zoll. Der Verteilersitz des Ventils wird mit einem Dichtgummi über dieses Rohr gesteckt; ein Steigrohr mit falschem Durchmesser führt dazu, dass ungespültes Wasser in das Betriebswasser gelangt oder Harz austritt.

Bei der Anschlussprüfung werden drei Maße gemeinsam bewertet. Das erste ist das Öffnungsgewinde des Behälters; das zweite der Außendurchmesser des Steigrohrs; das dritte das Eingangs- und Ausgangsanschlussmaß des Ventils und die Art des Anschlusses an die Anlage. Verweisen diese drei Maße nicht auf dieselbe Norm, ist ein Adapter erforderlich, und jeder Adapter ist ein Leckagerisiko. Am sinnvollsten ist es, Ventil, Behälter und Verteiler als aufeinander abgestimmtes Set auszuwählen.

Das Anschlussmaß bestimmt auch den Druckverlust. Eine 1-Zoll-Speiseleitung an ein Ventil mit 3/4-Zoll-Eingangsstutzen anzuschließen, bedeutet an dieser Stelle eine Querschnittsverengung und einen lokalen Druckverlust. In Momenten mit hohem Volumenstrom führt diese Verengung zu einem deutlichen Druckabfall am Ventilausgang. Deshalb muss das Anschlussmaß nicht nur für die mechanische Passung, sondern auch für die Druckleistung beim Spitzenvolumenstrom richtig gewählt werden.

09Was ist der Unterschied zwischen den Regenerationsarten?

Die Regenerationsart ist die Betriebsweise, die festlegt, wann und wie das Ventil das erschöpfte Harz erneuert. Im Runxin-Sortiment gibt es drei Grundarten: zeitbasierte Regeneration, mengenbasierte Regeneration und die gemischte Zeit-Mengen-Regeneration, die beide verbindet. Die gewählte Art bestimmt unmittelbar sowohl das Risiko einer Wasserunterbrechung als auch den Salzverbrauch.

  • Zeitbasiert – Die Regeneration startet in festen Tages-/Uhrzeitabständen; geeignet bei regelmäßigem Verbrauch, bei unregelmäßigem Verbrauch wird Salz unnötig verbraucht
  • Mengenbasiert – Die Regeneration startet, wenn das festgelegte Ziel in Litern erreicht ist; koppelt den Salzverbrauch an den Verbrauch und verringert die Verschwendung
  • Gemischt aus Zeit und Menge – Auch wenn das Mengenziel nicht erreicht wird, erfolgt spätestens nach einer bestimmten Anzahl von Tagen eine Sicherheitsregeneration; verhindert das Wachstum von Bakterien im Harz
  • Sofortige Regeneration – Ist die Kapazität erschöpft, geht das Ventil sofort in die Regeneration, ohne die Nacht abzuwarten; wird dort, wo unterbrechungsfreies Wasser benötigt wird, mit zwei Behältern eingesetzt
  • Verzögerte Regeneration – Auch wenn die Kapazität erschöpft ist, wartet das Ventil bis zur festgelegten Nachtzeit; wird in Wohngebäuden mit einem Behälter bevorzugt

Auch die Dauer des Regenerationszyklus wird unabhängig von der Betriebsart eingestellt. Die Rückspülung dauert typischerweise 8–12 Minuten, das Ansaugen von Salzwasser und das langsame Spülen 40–60 Minuten und das schnelle Spülen 6–10 Minuten. Diese Zeiten müssen auf das Volumen des Bettes und die Härte des Wassers abgestimmt werden; eine zu kurze Ansaugzeit erneuert das Harz nur unvollständig, eine zu lange Zeit verbraucht unnötig Salz und Wasser.

In einem Wohngebäudesystem mit einem Behälter wird das weiche Wasser während der Regeneration abgestellt; deshalb wird der Zyklus auf die Nachtzeit eingestellt. In einer Anlage, die unterbrechungsfrei weiches Wasser benötigt, werden dagegen zwei Behälter installiert und die Ventile arbeiten synchron; während der eine regeneriert, liefert der andere. Die Wahl von Art und Dauer ist die eigentliche Entscheidung, die den Salzverbrauch bestimmt, und sollte zusammen mit der Salzberechnung betrachtet werden (Details: Wie viel Salz verbraucht eine Wasserenthärtungsanlage? Regeneration und Berechnung des Salzverbrauchs).

10Wie werden Harz und Salz aus der Wasserhärte berechnet?

Die Berechnung von Harz und Salz aus der Wasserhärte beruht darauf, aus dem Produkt von täglichem Wasserverbrauch und Härtegrad des Wassers die gesamte Enthärtungslast zu ermitteln. Als Einheit der Härte wird der deutsche Härtegrad °dH verwendet; 1 °dH entspricht ca. 17,8 mg/L Calciumcarbonat. In den meisten Gebieten des Istanbuler Leitungsnetzes liegt die Wasserhärte im Bereich von ca. 12–25 °dH, das bedeutet mittelhartes bis hartes Wasser.

Der erste Schritt der Berechnung ist die Bestimmung der Tageslast. Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht am Tag ca. 600 Liter Wasser. Beträgt die Wasserhärte 20 °dH, ergibt sich als Tageslast 600 Liter mal 20 °dH gleich 12.000 °dH·Liter. Dieser Wert ist die Härtemenge, die das Harz jeden Tag entfernen muss, und bestimmt gemeinsam das Harzvolumen und das Regenerationsintervall.

Der zweite Schritt ist die Harzkapazität. Ein hochwertiges kationisches Harz hat eine Härteentfernungskapazität von ca. 4.000–5.000 °dH·Liter je Liter. Die obige Tageslast von 12.000 °dH·Liter deckt allein 50 Liter Harz: 50 Liter mal 4.500 gleich 225.000 °dH·Liter Gesamtkapazität, das heißt ca. 18 Tage Last. Ein mengengesteuertes Ventil zählt diese Kapazität in Litern und regeneriert, bevor sie erschöpft ist.

Der dritte Schritt ist der Salzverbrauch. Bei der Regeneration werden je Liter Harz ca. 100–150 Gramm Salz eingesetzt; eine Regeneration mit viel Salz erhöht die Kapazität, verschwendet aber Salz. Für 50 Liter Harz bedeutet eine wirtschaftliche Regeneration ca. 50 Liter mal 120 Gramm gleich 6 kg Salz. Da dieses Salz im mengengesteuerten Modus nur dann verbraucht wird, wenn es wirklich nötig ist, sinkt die jährliche Kostenposition für Salz deutlich. Details zur Kapazitätsberechnung finden Sie in unserem entsprechenden Ratgeber (Details: Wie wählt man eine Wasserenthärtungsanlage für Haus und Betrieb aus? Ratgeber zur Kapazitätsberechnung).

Auch die jährliche Salzmenge lässt sich aus denselben Daten ableiten. Der obige Vier-Personen-Haushalt regeneriert mit einem System, das alle 18 Tage regeneriert, ca. 20-mal im Jahr; werden bei jeder Regeneration 6 kg Salz verbraucht, beträgt der jährliche Salzverbrauch ca. 120 kg. Würde dasselbe System im zeitgesteuerten Modus alle 10 Tage regeneriert, wären das 36 Regenerationen im Jahr, also ca. 216 kg Salz. Der Unterschied erklärt mit einer einzigen Zahl, warum der mengengesteuerte Modus bevorzugt wird.

Die Härtemessung ist die kritischste Eingangsgröße dieser Berechnung und darf nicht durch eine Schätzung ersetzt werden. Ein Tropfentest-Set oder ein digitales Härtemessgerät liefert den °dH-Wert des Eingangswassers in wenigen Minuten. Da die Wasserhärte in ganz Istanbul je nach Gebiet zwischen 12–25 °dH schwankt, können sich selbst im selben Stadtbezirk unterschiedliche Ergebnisse zeigen. Wird der gemessene Wert in das Ventil eingegeben, werden Harzkapazität und Regenerationsintervall automatisch richtig berechnet.

11Vergleich der Baureihen F67, F71, F74 und F116

Die Baureihen F67, F71, F74 und F116 sind Ausführungen derselben Mehrwege-Ventillogik, die auf unterschiedliche Volumenstrom- und Funktionsklassen zugeschnitten sind. F67 und F71 sind für die Enthärtung, F74 für die Filtration und F116 für industriell hohe Volumenströme bestimmt. Die Auswahl erfolgt anhand der Art der Anwendung und des Spitzenvolumenstroms, und die vier Baureihen sind nicht gegeneinander austauschbar.

  • Runxin F67 – Funktion: zeit- und mengengesteuerte Enthärtung; Volumenstrom: ca. 2–4 m³/h; Behälter: Größenordnung 10x54 Zoll; Einsatz: Enthärtung im Wohn- und kleinen gewerblichen Bereich
  • Runxin F71 – Funktion: klassische Enthärtung; Volumenstrom: ca. 2–4 m³/h; Behälter: Größenordnung 10x54 Zoll; Einsatz: schlichte Enthärtungssysteme für Wohngebäude und Betriebe
  • Runxin F74 – Funktion: Filtration, keine Salzleitung; Volumenstrom: ca. 2–6 m³/h; Behälter: 13–16 Zoll; Einsatz: Sandfilter, Aktivkohle, Eisen-Mangan-Entfernung
  • Runxin F116 – Funktion: industrielle Enthärtung/Filtration; Volumenstrom: ca. 10–30 m³/h; Behälter: 24 Zoll und größer; Einsatz: zentrale Systeme in Fabriken, Hotels und Krankenhäusern
  • Regelungsart – F67: digitales Display und Volumenzähler; F71: schlichte Elektronik; F74: Filtrationsprogramm; F116: Synchronisation mehrerer Behälter
  • Anschlussstutzen – F67: 1 Zoll; F71: 1 Zoll; F74: 1–1,5 Zoll; F116: 2 Zoll und größer

Die Zusammenfassung des Vergleichs lautet: Ist Ihre Priorität Salzeinsparung und Automatisierung, ist das F67 geeignet; genügt eine schlichte und robuste Enthärtung, das F71; ist Ihre Aufgabe eine Filtration ohne Salzbedarf, das F74; ist es eine industrielle Anlage, deren Volumenstrom 4 m³/h deutlich übersteigt, ist das F116 die richtige Klasse. Die Wahl der falschen Klasse drosselt entweder den Volumenstrom oder lässt die Funktion unvollständig.

Diese Unterscheidung gilt markenunabhängig bei jeder Auswahl eines Automatikventils. Welche Marke Sie auch verwenden, es müssen zuerst die Art der Aufgabe, dann der Spitzenvolumenstrom und zuletzt Behälter- und Anschlusspassung geklärt werden. Um andere Marken- und Sortimentsalternativen zu sehen, besuchen Sie unsere Seite „Marken“ (Details: unsere Markenseite).

12Wie wird ein Automatikventil bei der Erstinstallation programmiert?

Die Programmierung eines Automatikventils bedeutet, dass das Ventil bei der Inbetriebnahme auf die Wasserhärte, das Harzvolumen und das Verbrauchsmuster eingestellt wird. Bei der Erstinstallation sind folgende Grundwerte einzugeben: Härte des Eingangswassers in °dH, Harzvolumen in Litern, im mengengesteuerten Modus die verbleibende Kapazität in Litern und die Regenerationsuhrzeit. Werden diese Werte falsch eingegeben, regeneriert das Ventil entweder zu früh oder zu spät; beides bedeutet entweder Salzverschwendung oder Härteschlupf.

Der Härtewert ist die grundlegende Eingangsgröße der Programmierung. Bei einem Wasser in der Größenordnung von 20 °dH, wie es etwa in den meisten Gebieten Istanbuls vorkommt, berechnet das Ventil die Härtelast je Liter anhand dieses Wertes. Wird die Härte niedriger als tatsächlich eingegeben, liefert das Ventil mehr Wasser als die tatsächliche Kapazität, und wenn das Harz erschöpft ist, tritt am Ausgang hartes Wasser auf. Wird sie höher eingegeben, regeneriert das Ventil früher als nötig und verbraucht zu viel Salz.

Harzvolumen und Regenerationszeiten sind die zweite Einstellgruppe. Die Rückspülung wird typischerweise auf 8–12 Minuten, das Ansaugen von Salzwasser und das langsame Spülen auf 40–60 Minuten und das schnelle Spülen auf 6–10 Minuten eingestellt. Bei einem kleinen Behälter für Wohngebäude werden diese Zeiten ans untere Ende des Bereichs gelegt, bei einem großen industriellen Behälter ans obere Ende. Sind die Zeiten richtig eingestellt, wird das Harz vollständig erneuert und es werden weder Wasser noch Salz unnötig verbraucht.

Der letzte Schritt bei der Inbetriebnahme sind einige Probe-Regenerationen und die Messung der Ausgangshärte. Nach der ersten Regeneration wird die Härte am Ausgang gemessen; für eine Enthärtung sollte der Zielwert im Bereich von 0–3 °dH liegen. Liegt der Wert über diesem Bereich, werden Salzdosis, Ansaugzeit oder Harzvolumen überprüft. Die Einzelheiten der Kapazitätsberechnung und die Verbrauchswerte je Person haben wir in unserem Auswahlratgeber zusammengestellt (Details: Wie wählt man eine Wasserenthärtungsanlage für Haus und Betrieb aus? Ratgeber zur Kapazitätsberechnung).

13Welche gleichwertigen Lösungen können anstelle von Runxin eingesetzt werden?

Als Ersatz für Runxin kommen gleichwertige Lösungen in Frage: automatische Enthärtungsventile, die dieselbe Mehrwege-Ventilfunktion erfüllen, sowie eigenständige Filtrations- und Aufbereitungsarmaturen als eigene Klasse. Auf der Enthärtungsseite erfüllt ein System mit mengengesteuertem Automatikventil dieselbe Ionenaustauschfunktion. Auf der Seite von Filtration und Absicherung der Wasserleitung sind die Lösungen von Honeywell/Resideo eine verbreitete Alternative.

Hier ist eine klare Unterscheidung nötig. Pomeka Mekanik liefert keine Runxin-Ventile; stattdessen wird eine gleichwertige Funktion mit den geführten automatischen Enthärtungsventilen und den Filtrationslösungen von Honeywell/Resideo erreicht. Das heißt, Runxin ist die Marke einer Ventilklasse; die Funktion ist dagegen markenunabhängig und lässt sich auch mit anderen geführten Baureihen erzielen.

Honeywell und seine Wassermarke Resideo bieten in der Haupteingangsleitung Feinfilter mit Rückspülung und Kombinationen mit Druckminderern an. Diese Produkte ersetzen keine Enthärtungsanlage; sie senken die Härte nicht. Sie halten jedoch groben Schmutz zurück und schützen so die Anlage und das Enthärterharz. Der richtige Aufbau besteht am Eingang aus einem Honeywell/Resideo-Feinfilter, danach der Enthärtung mit Automatikventil und bei Bedarf einem Kohlefilter.

Beim Aufbau eines gleichwertigen Systems ist nicht der Markenname das Kriterium, sondern sind es die technischen Werte, die erfüllt werden müssen: Spitzenbetriebsvolumenstrom in m³/h, Rückspülvolumenstrom in m³/h, Eingangshärte in °dH, Zielhärte und Anschlussmaß in Zoll. Sind diese Werte klar, kann aus den geführten Baureihen ein gleichwertiges Ventil- und Behälterset ausgewählt werden. Für den richtigen Aufbau können Sie sich mit Ihren Messwerten an uns wenden (Details: unsere Kontaktseite).

14Welche Druck- und Montageanforderungen hat ein System mit Automatikventil?

Die Druckanforderung einer Aufbereitungsanlage mit Automatikventil besteht darin, den Eingangsdruck in einem bestimmten Bereich zu halten, damit das Ventil sowohl den Betriebs- als auch den Rückspülschritt störungsfrei durchführen kann. Die Ventile des Runxin-Sortiments arbeiten typischerweise bei einem Eingangsdruck von 1,5–6 bar sicher. Fällt der Druck unter 1,5 bar, dehnt sich das Bett im Rückspülschritt nicht ausreichend aus; steigt er über 6 bar, werden Injektor und innere Dichtungen belastet.

Der Rückspülschritt stellt den höchsten momentanen Wasserbedarf des Systems dar. Bei einem Enthärtungsbehälter erfordert der Rückspülvolumenstrom, obwohl er niedriger als der Betriebsvolumenstrom ist, einen bestimmten Mindestdruck, weil die Strömung das Bett nach oben anheben und auflockern muss. In oberen Stockwerken, in denen der Netzdruck niedrig ist, kann dieser Wert oft nicht erreicht werden und die Regeneration bleibt unvollständig. An einem solchen Ort muss am Eingang eine Druckerhöhungsanlage oder eine Druckerhöhungspumpe ergänzt werden.

Bei der Montage sind drei Regeln maßgeblich. Erstens muss am Ein- und Ausgang des Ventils eine Bypassleitung vorgesehen werden; bei Wartung oder Störung muss das Ventil außer Betrieb genommen werden können, ohne das Wasser vollständig abzustellen. Zweitens muss die Ablaufleitung frei fließend und darf nicht verstopft sein; das Rückspülwasser wird über diese Leitung abgeführt. Drittens muss die Ansaugleitung zwischen Salzbehälter und Ventil luftdicht sein; schon die kleinste Luftleckage führt dazu, dass das Ansaugen des Salzwassers aussetzt.

Ein grober Vorfilter am ersten Punkt der Wasserleitung verlängert die Lebensdauer des Ventils unmittelbar. Sand, Rost und Sedimentpartikel aus dem Netz verschleißen die Verteilerscheiben im Ventil und den Injektor. Wird am Eingang ein spülbarer Vorfilter im Bereich von 100–500 Mikrometern eingebaut, wird dieser Verschleiß weitgehend verhindert. Wie die Filtrationsstufen aufgebaut werden, finden Sie in unserem Einstiegsratgeber (Details: Sandfilter oder Aktivkohlefilter? Was leistet welcher Filter in der Wasseraufbereitung?).

15Wie wird ein Automatikventil gewartet und woran erkennt man Störungen?

Die Wartung eines Automatikventils ist die regelmäßig durchgeführte Kontrolle und Erneuerung von Teilen, damit das Ventil die Regenerationsschritte mit den richtigen Zeiten und ohne Leckage ausführen kann. Der kritischste Wartungspunkt ist der Zustand der Dichtungen der Verteilerscheibe beziehungsweise des Kolbens im Ventil. Diese Dichtungen verschleißen mit der Zeit; sind sie verschlissen, mischt sich ungespültes Wasser in das Betriebswasser und die Ausgangshärte steigt.

Das am häufigsten beobachtete Störungsanzeichen ist, dass das Ausgangswasser hart wird. Steigt in einem enthärtenden System die Härtemessung am Ausgang über 3–5 °dH, ist entweder die Harzkapazität erschöpft, die Regeneration unvollständig durchgeführt worden oder die Ventildichtung undicht. Zur Unterscheidung werden zunächst Harzkapazität und Salzstand geprüft; danach wird der Regenerationszyklus manuell gestartet und beobachtet, ob die Schritte vollständig durchlaufen werden.

Die zweithäufigste Störung ist, dass das Ansaugen des Salzwassers aussetzt. Ein verstopfter Injektor oder eine Luftleckage in der Ansaugleitung verhindert, dass im Schritt des langsamen Spülens das Salzwasser in das Bett gesaugt wird; im Ergebnis wird das Harz nicht erneuert. Das Anzeichen ist, dass der Salzstand im Salzbehälter trotz Regeneration nicht sinkt. Die Lösung besteht darin, den Injektor auszubauen und zu reinigen und die Anschlüsse der Ansaugleitung auf Luftdichtheit zu prüfen.

Das dritte Anzeichen ist, dass ständig Wasser in den Ablauf fließt. Läuft bei Ventilstellung Betrieb Wasser durch die Ablaufleitung, sitzt entweder die Verteilerscheibe nicht richtig oder ein Fremdkörper hält die Dichtung offen. Dieser Zustand führt sowohl zu Wasserverschwendung als auch zu einem Absinken des Anlagendrucks. Eine mindestens einmal pro Jahr durchgeführte Dichtungskontrolle und bei Bedarf der Austausch des Reparatursatzes verhindern den größten Teil dieser drei Störungen von vornherein.

Das letzte Glied der Wartung ist die Wasserqualität. Ist die Eisen-, Mangan- und Sedimentbelastung des Eingangswassers hoch, verschleißen Ventil und Harz schneller. Eine geeignete Vorfiltration am Eingang und der rechtzeitige Austausch des Harzes verlängern die Lebensdauer des Ventils deutlich. Wann das Harz zu wechseln ist, haben wir in einem eigenen Ratgeber behandelt (Details: Was ist ein Ionenaustauscherharz für die Wasseraufbereitung? Wann sollte das Harz ausgetauscht werden?).

16Die 5 häufigsten Fehler

Die folgenden fünf Fehler sind die häufigsten und am leichtesten vermeidbaren Fehler bei Wasseraufbereitungssystemen mit Automatikventil. Alle fünf entstehen dadurch, dass die Ventilauswahl unabhängig vom Dreiklang aus Volumenstrom, Behälter und Funktion erfolgt.

  • Fehler 1 – Ein Enthärtungsventil für eine Filtrationsaufgabe einbauen: Ein Enthärtungsventil mit Salzleitung an einen Sand- oder Aktivkohlefilter anzuschließen, bedeutet einen überflüssigen Salzbehälter und Injektor. Die richtige Klasse für die Filtration ist ein Filtrationsventil vom Typ F74 ohne Salzleitung.
  • Fehler 2 – Das Ventil nur nach dem Betriebsvolumenstrom auswählen: Der Betriebsvolumenstrom bestimmt den Anschlussstutzen, der Rückspülvolumenstrom hängt jedoch vom Behälterdurchmesser ab. Wird der Rückspülvolumenstrom nicht erreicht, wird das Bett nicht vollständig gereinigt; beide Volumenströme müssen jeweils einzeln geprüft werden.
  • Fehler 3 – Den zeitgesteuerten Modus bei veränderlichem Verbrauch verwenden: In einem Wohngebäude, dessen Verbrauch sich von Tag zu Tag ändert, verbraucht die Regeneration in festen Abständen unnötig Salz und Wasser. Bei veränderlichem Verbrauch senkt der mengengesteuerte Modus das Salz typischerweise um 20–40 Prozent.
  • Fehler 4 – Ein Ventil kaufen, ohne Behälteröffnungsgewinde und Steigrohrdurchmesser zu bestätigen: Ein falscher Steigrohrdurchmesser führt zu Harzaustritt und zur Beimischung von ungespültem Wasser. Ventil, Behälter und Verteiler müssen als aufeinander abgestimmtes Set ausgewählt werden; jeder Adapter ist ein Leckagerisiko.
  • Fehler 5 – Harz- und Salzmenge festlegen, ohne die Härte zu messen: Harzvolumen und Salzdosis werden aus der in °dH gemessenen Härte berechnet. Eine Auswahl ohne Messung lässt die Kapazität entweder zu gering oder verbraucht unnötig Salz.

17Checkliste: vor dem Kauf eines Ventils

Wenn Sie die folgende Liste von Anfang bis Ende ausfüllen, haben Sie die benötigte Ventilklasse, ihren Volumenstrom und die Behälterpassung weitgehend bestimmt. Wenn Sie die Antworten notieren, erleichtert das auch die Auswahl des richtigen Sets und die Montage.

  • Handelt es sich um Enthärtung oder Filtration? Wird Salz benötigt, wird ein Enthärtungsventil gewählt, andernfalls ein Filtrationsventil vom Typ F74.
  • Wie hoch ist der Spitzenbetriebsvolumenstrom in m³/h? Wurde der höchste momentane Volumenstrom anhand der Zahl der gleichzeitig geöffneten Zapfstellen bestimmt?
  • Wie viel Zoll beträgt der Behälterdurchmesser und wurde der erforderliche Rückspülvolumenstrom aus der Querschnittsfläche berechnet?
  • Wurde die Wasserhärte in °dH gemessen? Auch wenn der typische Bereich für Istanbul bei 12–25 °dH liegt, ist eine Messung unerlässlich.
  • Wurde der tägliche Wasserverbrauch in Litern geschätzt und das Harzvolumen entsprechend gewählt?
  • Passt die Regelungsart zum Verbrauchsmuster? Wurde bei veränderlichem Verbrauch der mengengesteuerte Modus gewählt?
  • Verweisen Behälteröffnungsgewinde, Außendurchmesser des Steigrohrs und Eingangs-/Ausgangsmaß des Ventils auf dieselbe Norm?
  • Decken Speisepumpe oder Netzdruck den Rückspülvolumenstrom und den Spitzenbetriebsvolumenstrom ab?
  • Wurde die Regeneration auf die Nachtzeit eingestellt beziehungsweise, wenn unterbrechungsfreies Wasser benötigt wird, ein Doppelbehälter geplant?
  • Wurde am Eingang ein Feinfilter für groben Schmutz eingebaut? Ist das Enthärterharz vor großen Partikeln geschützt?

Nach dem Ausfüllen dieser zehn Punkte weist das Ergebnis in der Regel auf eine eindeutige Ventilklasse hin: für die Enthärtung im Wohngebäude die Größenordnung F67 oder F71, für die Filtration die Größenordnung F74, für industrielle Volumenströme die Größenordnung F116. Wenn Sie anstelle einer Auswahl ohne Messung die Werte notieren, verhindert das unmittelbar einen falschen Ventilkauf und wiederholte Montagekosten. Für weitere Fragen besuchen Sie unsere Seite „Häufig gestellte Fragen“ (Details: häufig gestellte Fragen).

18Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Runxin-Automatikventil?
Das Runxin-Automatikventil ist ein Mehrwege-Steuerkopf, der auf Wasserenthärtungs- und Filterbehälter aufgesetzt wird. Wenn sich der Verteiler im Inneren dreht, leitet er das Wasser in unterschiedliche Leitungen und führt die Schritte Betrieb, Rückspülung, Ansaugen von Salzwasser, langsames Spülen und schnelles Spülen programmgesteuert aus. So steuert ein einziges Gehäuse den gesamten Regenerationszyklus, ohne dass getrennte Gruppen aus Motorventilen nötig sind.
Was ist der Unterschied zwischen F67 und F71?
Die Ventile F67 und F71 arbeiten beide für die Enthärtung im Wohn- und kleinen Betriebsbereich bei einem Volumenstrom von ca. 2–4 m³/h und passen zu Behältern in der Größenordnung von 10x54 Zoll. Der grundlegende Unterschied liegt bei der Regelung: Das F67 bietet in der Regel ein fortschrittlicheres digitales Display und einen Volumenzähler, während das F71 auf einen schlichteren und robusteren Aufbau setzt. Ist Ihre Priorität die Automatisierung, ist das F67 geeignet, ist es die Schlichtheit, das F71.
Enthärtet das Filtrationsventil F74?
Nein. Das Filtrationsventil F74 hat weder eine Salzwasserleitung noch einen Injektor; es steuert nur die Schritte Rückspülung und Spülen. Deshalb eignet es sich für Betten, die kein Salz benötigen, wie Sandfilter, Aktivkohle und Eisen-Mangan-Entfernung. Muss das Wasser enthärtet werden, das heißt müssen Calcium- und Magnesiumionen entfernt werden, ist ein Enthärtungsventil zu verwenden, das Salzwasser ansaugt.
Bei welchen Volumenströmen wird das Runxin F116 eingesetzt?
Das Runxin F116 ist ein industrielles Ventil mit einem Anschlussstutzen von 2 Zoll und darüber und lässt je nach Gehäuse einen Betriebsvolumenstrom von ca. 10–30 m³/h durch. Es eignet sich für Fabrikspeiseleitungen, zentrale Systeme in Hotels und Krankenhäusern sowie große Enthärtungsanlagen. In der Anordnung mit mehreren Behältern arbeiten die Ventile synchron, sodass ein Behälter regeneriert, während der andere liefert; so wird unterbrechungsfrei weiches Wasser erzielt.
Ist ein zeitgesteuertes oder ein mengengesteuertes Ventil besser?
An Orten mit regelmäßigem Verbrauch ist das zeitgesteuerte Ventil ausreichend und einfacher. In Haushalten und Betrieben, in denen sich der Verbrauch von Tag zu Tag ändert, senkt das mengengesteuerte Ventil das Salz typischerweise um 20–40 Prozent, weil die Regeneration nur dann startet, wenn sie wirklich nötig ist. Zeit- und mengengesteuerte Ventile wie die Runxin F63 und F67 unterstützen beide Betriebsarten und führen im gemischten Modus auch eine Sicherheitsregeneration durch.
Wie wird der Anschluss zwischen Runxin-Ventil und Behälter geprüft?
Drei Maße werden gemeinsam überprüft: das Öffnungsgewinde des Behälters, der Außendurchmesser des zentralen Steigrohrs und das Eingangs-/Ausgangsanschlussmaß des Ventils. Bei Behältern für Wohngebäude beträgt das Öffnungsgewinde typischerweise 2,5 Zoll, der Außendurchmesser des Steigrohrs liegt in der Größenordnung von 1,05 oder 1,32 Zoll. Verweisen die drei Maße nicht auf dieselbe Norm, ist ein Adapter erforderlich, und jeder Adapter ist ein Leckagerisiko; am sinnvollsten ist es, ein aufeinander abgestimmtes Set zu wählen.
Wie viel Salz verbraucht eine Wasserenthärtungsanlage?
Der Salzverbrauch hängt vom Harzvolumen und von der Regenerationsdosis ab. Je Liter Harz werden ca. 100–150 Gramm Salz eingesetzt; eine wirtschaftliche Regeneration mit 50 Litern Harz bedeutet ca. 6 kg Salz. Da das Salz im mengengesteuerten Modus nur dann verbraucht wird, wenn es wirklich nötig ist, sinken die jährlichen Kosten. Bei dem harten Wasser Istanbuls ist die Dosis anhand des gemessenen °dH-Werts einzustellen.
Verkauft Pomeka Mekanik Runxin-Ventile?
Pomeka Mekanik liefert keine Runxin-Ventile; eine gleichwertige Funktion wird mit den geführten automatischen Enthärtungsventilen und den Filtrationslösungen von Honeywell/Resideo erreicht. Runxin ist die Marke einer Ventilklasse; die Funktion ist dagegen markenunabhängig. Sind Spitzenvolumenstrom, Rückspülvolumenstrom, Härte und Anschlussmaß geklärt, kann aus den geführten Baureihen ein gleichwertiges Ventil- und Behälterset ausgewählt werden.

Die Auswahl eines Runxin-Automatikventils ist nicht kompliziert, wenn sie in der richtigen Reihenfolge angegangen wird: zuerst die Art der Aufgabe, dann der Spitzenvolumenstrom in m³/h, zuletzt Behälter- und Anschlusspassung. Haben Sie Wasserhärte in °dH, täglichen Verbrauch und Spitzenvolumenstrom zur Hand, können wir die richtige Ventilklasse gemeinsam klären. Das Ingenieurteam von Pomeka Mekanik dimensioniert Wasseraufbereitungsanlagen bei Projekten in Kadıköy und ganz Istanbul anhand von Volumenstrom- und Härteberechnung. Sie können sich unsere Produktgruppe ansehen (Details: Wasseraufbereitung) und sich mit Ihren Messergebnissen an uns wenden (Details: unsere Kontaktseite).

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